Schon am ersten Tage sind infolge der schweren Arbeit und der Schläge und mangels an genügender Kost mehrere zusammengebrochen und 4 Mann im Laufe der Nacht gestorben“, berichtet Franz Ringer. „Dies war dann auch während der ganzen Zeit meines Aufenthaltes in Dachau der tägliche Vorgang.“ Der Innsbrucker Polizist, gleich nach Österreichs „Anschluss“ an Nazideutschland von der Gestapo verhaftet und ins Konzentrationslager verschleppt, beschrieb nach Kriegsende 1945 in einem ausführlichen Protokoll die grauenhaften Folterungen und Misshandlungen, die ihm vonseiten des NS-Regimes zuteil wurden. Sein Schicksal ist eines von rund zwei Dutzend, die in der Ausstellung „Hitlers Exekutive. Die österreichische Polizei und der Nationalsozialismus“ noch bis 5. März in der Gotischen Halle des Grazmuseums zu sehen ist.