Was verbindet das Dachsteingebirge mit dem Karakorum? Was haben steirische Moorlandschaften mit indischen Dschungelwäldern zu tun? Steirische Filmemacherinnen und Filmemacher haben ihre Linse auf diese Gegenden scharf gestellt und zeigen ihre Beiträge im Rahmen des Mountainfilm Festival Graz, das am Dienstag startet.
Christian Prates vom ORF Landesstudio Steiermark zeigt seinen Beitrag „Bauen auf höchstem Niveau – Die Bergstation am Dachstein“. Prates filmte die Bauarbeiten der neuen Bergstation, die aus fast 160 Tonnen Stahl in schwindliger Höhe entstand: „Wir haben den Fokus auf die Menschen gelegt“, erklärt der Filmemacher, der auch privat zum Dachstein eine Affinität hat: „Mir war das Projekt auch ein Anliegen, weil ich die Menschen dort oben kenne.“
Mountainfilm: Moore, Dschungel und hohe Berge
Regisseurin Waltraud Paschinger hat mit Kameramann Franz Posch „Geheimnisvolle Moorlandschaften“ gefilmt: „Moore sind eine sehr alte Landschaftsform.“ Die beiden filmten unter anderem am Furtner Teich, einem großen Schutzgebiet mit einem bedeutenden Vogelbestand: „Mitte des 18. Jahrhunderts hat der Pater Blasius Hanf den Wert des Moores und auch die Vogelwelt entdeckt. Das stellen wir in Reenactments nach.“ Bei der Naturdokumentation „Das wahre Dschungelbuch“ war Lukas Kogler mit seiner Firma „dreiD“ aus Judendorf Straßengel beteiligt.
Last but not least zeigt Mountainfilm-Gründer Robert Schauer eines seiner eigenen legendären Alpin-Projekte. In „Karakorum 1974“ reist man zurück an die Anfänge seines alpinistischen Tuns. „Wir fuhren damals mit zwei Bussen von Graz nach Pakistan“, erzählt Schauer. Dabei waren u. a. die Alpinisten Joe Bachler und Alois Furtner, um den Skirisz Sar (6500 Meter) als Erste zu besteigen. „Wir mussten damals Erfahrung sammeln und sahen wie riesig die Berge um uns noch waren.“ Schauer lädt auch zur Diskussion mit seinen Alpin-Kollegen. Außerdem zeigt er ein „Tribute to David Breashears“: Schauer hat mit ihm u. a. den IMAX-Film „Everest“ 1996 gemacht.
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