Es verheißt meist nichts Gutes, wenn der Chef selbst auf die Bühne kommt. Aber keine Sorge, beschwichtigt der neue Burgtheaterdirektor Stefan Bachmann am Freitagabend von der Rampe des Akademietheaters herunter, „der Lappen wird hochgehen“. Im Theaterjargon steht das für das Bemühen, Vorstellungen auch unter schwierigen Umständen zu spielen. Und so ist für die erkrankte Regina Fritsch, die in Molières „Der eingebildete Kranke“ die Titelrolle übernehmen sollte, ganz kurzfristig Rosa Enskat eingesprungen. Sie hat den Part bereits in Köln gespielt. Von dort, seiner bisherigen Wirkungsstätte, hat Bachmann die Produktion importiert, es ist immerhin die Inszenierung, mit der der neue Chef selbst sich dem heimischen Publikum vorstellt.