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Freie Szene, Bühnen, styriarteKulturförderung verlängert, Bühnen-Mitarbeiter in Kurzarbeit, neuer styriarte.Blog

Die steirische Regierung hat für mehrjährige Förderungsverträge von Kunst- und Kulturinitiativen (2019 bis 2021) eine Verlängerung um ein Jahr beschlossen. Die Bühnen Graz meldete indes für 580 Mitarbeiter Kurzarbeit an. Das fast stille Haus styriarte bietet nun einen Blog mit Künstler-Botschaften an.

Kurzarbeit für Mitarbeiter von Oper, Schauspielhaus & Co © Bühnen Graz/KK
 

Mit den Beschlüssen der Landesregierung vom Donnerstag sollen vor allem Zusatzkosten durch notwendig gewordene Verschiebungen oder Vertragsverpflichtungen, die aufgrund der Covid-19-Krise schlagend werden, abgefedert werden, wie aus dem Büro von Kulturlandesrat Christopher Drexler (ÖVP) mitgeteilt wurde. Die Ausschüttung dieser Kunst- und Kulturförderungen für die 156 Empfängerinnen und Empfänger von mehrjährigen Förderungen erhöht sich gesamt um mehr als 130.000 Euro auf insgesamt rund 6,73 Millionen Euro. Außerdem wird die Abrechnung für Projekte der Jahre 2020 und 2021 flexibilisiert und erleichtert. Für die beiden Jahre wird ein Abrechnungszeitraum angenommen, wodurch die geplanten Projekte über die Jahre 2020 und 2021 hinweg erstreckt werden können. Ansonsten wären beide Jahre getrennt voneinander zu betrachten und abzurechnen.

Um die Liquidität der Fördernehmerinnen und -nehmer zu unterstützen, wird die Fördersumme für das Jahr 2020, die üblicherweise über das Jahr hinweg in mehreren Tranchen zur Auszahlung gelangt, zur Gänze bis Ende April ausbezahlt. Zudem wird den Fördernehmerinnen und -nehmern die Möglichkeit eröffnet, die mehrjährigen Förderverträge um ein Jahr zu verlängern und den für 2021 gewährten Förderungsbetrag somit auch 2022 zu erhalten. Die nächste offene Ausschreibung mehrjähriger Förderungsvereinbarungen findet ab dem Frühjahr 2021 für die Jahre 2023 bis 2025 statt.

Laut Drexler schaffe man mit den mehrjährigen Förderungen 156 steirischen Kunst- und Kulturinitiativen finanzielle Planungssicherheit und Stabilität für ihre Arbeit und die Umsetzung vielfältiger Projekte. "Die Möglichkeit der Verlängerung der bestehenden Förderverträge um ein Jahr nimmt den Kulturschaffenden das aufwendige und zeitintensive Ausschreibungs- und Bewerbungsprozedere ab, das mitten in der Covid-19-Krise einzuleiten gewesen wäre", sagte der Landesrat. Zusätzlich sei er mit den Verantwortlichen auf Bundesebene in enger Abstimmung, um gemeinsam Pakete zu schnüren, mit denen nachhaltiger Schaden für die Kunst- und Kulturszene in der Steiermark so gut es eben gehe eingedämmt werden solle. "Nach dieser Krise und den zahlreichen Einschränkungen mit denen wir alle leben müssen, sollen Kunst und Kultur in der Steiermark wieder in der ganzen Vielfalt und Breite stattfinden", sagte der Kulturlandesrat.

In der Steiermark müssen nun entgegen der üblichen Förderrichtlinien aufgewendete Fördergelder etwa für Projekte oder Veranstaltungen, die aufgrund der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht realisiert werden konnten, nicht zurückbezahlt werden. Es müssen aber Belege für die bisherigen Ausgaben oder auch Storno-Gebühren im Rahmen der genehmigten Förderung nachgewiesen werden. Auch nachträgliche Änderungen der Förderungsgegenstände oder Anpassungen der Formalvorgaben sind durch Antrag der Förderungsnehmer möglich, um trotz der Corona-Restriktionen die Realisierung der geplanten Projekte zu ermöglichen.

Die finanzielle Lage ist tatsächlich für viele Kulturinstitutionen bedrohlich: Dem Konzern der Bühnen Graz mit seinen Tochtergesellschaften Oper, Schauspielhaus, Next Liberty, den Grazer Spielstätten (Orpheum, Dom im Berg und Schloßbergbühne Kasematten) und der art + event Theaterservice droht aufgrund der entfallenen Vorstellungen ein Minus von bis zu drei Millionen Euro, wie am Donnerstag von Bühnen Graz-Geschäftsführer Bernhard Rinner geschätzt wurde. Deshalb greife man auf das Instrument der Kurzarbeit zurück. Rund 580 Mitarbeiter werden für die kommenden drei Monate April, Mai und Juni zur Kurzarbeit angemeldet.

Das Haus styriarte steht mehr oder weniger still (und geht auf Kurzarbeit), weil man nicht weiß, wann man wieder spielen darf. Als kleines Trostpflaster hat man in der Sackstraße 16 einen styriarte.Blog erstellt, auf dem Musikerinnen und Musiker Nachrichten aus ihrer Isolation zukommen lassen. Diesen beschickt Neuzugang Matthias Wagner, früher Kulturjournalist, mit Video-Botschaften und Textbeiträgen, die er u. a. von Künstlern der styriarte und des Orchesters recreation erhält. Das Haus styriarte steht mehr oder weniger still (und geht auf Kurzarbeit), weil man nicht weiß, wann man wieder spielen darf. Als kleines Trostpflaster hat man in der Sackstraße 16 einen styriarte.Blog erstellt, auf dem Musikerinnen und Musiker Nachrichten aus ihrer Isolation zukommen lassen. Diesen beschickt Neuzugang Matthias Wagner, früher Kulturjournalist, mit Video-Botschaften und Textbeiträgen, die er u. a. von Künstlern der styriarte und des Orchesters recreation erhält. styriarte.com/styriarte-blog

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