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Los AngelesDua Lipa, Cardi B & Co: Musikerinnen dominierten die Grammys

Nach Jahren männlicher Dominanz kommen bei den Musikpreisen endlich Mädchen, Schwestern und Ladys zum Zug. Am Sonntagabend gab es einen Schulterschluss über Generationen und Genres hinweg.

Lady Gaga, Jada Pinkett Smith, Alicia Keys, Michelle Obama und Jennifer Lopez
Lady Gaga, Jada Pinkett Smith, Alicia Keys, Michelle Obama und Jennifer Lopez © APA/AFP/ROBYN BECK (ROBYN BECK)
 

Als Michelle Obama die Bühne betritt - ungefähr drei Minuten nach Beginn der Grammy-Verleihung - ist die Sache eigentlich schon klar: Diese Gala für den wichtigsten Musikpreis der Welt steht im Zeichen der Frau. Die Feier steht für Frauen, die sich in der von Männern beherrschten Musikindustrie durchsetzen.

Für Frauen, die trotz ungleicher Chancen für ihre Musik kämpfen, aber auch für diejenigen, die es in dem oft gnadenlosen Geschäft nicht schaffen. Die Grammys, so die Botschaft am Sonntag in Los Angeles, werden endlich weiblicher.

Eine stärkere Symbolfigur als die ehemalige First Lady, bis heute eine der beliebtesten Frauen des Landes, hätte es kaum geben können. Obama erinnert an all die "Who Run the World"-Songs - ein Verweis auf den gleichnamigen Song von Pop-Übermutter Beyonce, den Männer durchaus als Kampfansage verstehen können. Neben Michelle Obama stehen Lady Gaga, Jada Pinkett Smith und Jennifer Lopez, nachdem Gastgeberin Alicia Keys dieses Quartett aus geballter Frauenpower als "meine Schwestern" vorgestellt und auf die Bühne geholt hat.

Grammys 2019: Begeisterte Gewinner und entfesselte Live-Auftritte

Glühende Wangen bei den Grammy-Preisträgerin und hitzige Stimmung auf der Bühne: Jennifer Lopez ...

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... weiß auf jeden Fall, wie man die Aufmerksamkeit auf sich zieht.

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Childish Gambino hat mit seinem Song "This Is America" den Grammy für das beste Lied des Jahres gewonnen. Der Künstler selbst war nicht anwesend. Dafür aber ...

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... Songschreiber Ludwig Göransson. Das Duo setzte sich bei der Gala in Los Angeles unter anderem gegen Kendrick Lamar und SZA mit "All The Stars" und Drake mit "God's Plan" durch.

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Die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, ist als Überraschungsgast aufgetreten. Die Frau von Ex-Präsident Barack Obama erschien im graugrünen Glitzerkleid auf der Bühne zusammen mit den Sängerinnen Lady Gaga, Jada Pinkett Smith und Jennifer Lopez sowie mit Alicia Keys, die als Gastgeberin durch den Abend führte.

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Rapper Drake ging trotzdem nicht ohne Grammy nach Hause: Der Song "God's Plan" wurde als bester Rap-Song ausgezeichnet.

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Interpretierten "Havana": Ricky Martin, Camila Cabello und J Balvin.

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Rapper Jay Rock holte sich gemeinsam mit ...

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... Anderson Paak, Kendrick Lamar und James Blake den Grammy für die beste Rap-Performance für "King's Dead" aus dem Film Black Panther.

 

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Rapper Post Malone traf auf der Bühne auf die ...

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... Red Hot Chili Peppers.

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Katy Perry

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Dolly Parton und Miley Cyrus gemeinsam auf der Bühne.

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Bitte mehr Luft: Cardi B. auf dem Klavier

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Auch Moderatorin und vielfache Grammy-Preisträgerin Alicia Keys setzte sich ans Klavier.

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Für ihren Song "Shallow" aus dem Musikfilm "A Star Is Born" bekam Lady Gaga zwei Preise - als Komponistin sowie für ihr Gesangsduett mit Bradley Cooper.

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Ferner holte sie den Preis für die beste Solo-Darbietung in der Popsparte mit dem Song "Joanne (Where Do You Think You're Goin'?)".

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Cardi B. holte sich den Grammy für das beste Rap-Album ('Invasion Of Privacy').

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Standen gemeinsam auf der Bühne: St. Vincent und Dua Lipa.

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H.E.R. holte sich gleich zwei Grammys: Für das beste R&B ('H.E.R.') und die beste R&B-Performance für 'Best Part'.

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Shaggy bekam den Grammy für das Reggae Album für "44/876".

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Dan Smyers und Shay Mooney ("Dan + Shay") mit ihrem Grammy für die beste Country Duo/Gruppen-Performance.

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Rapper Travis Scott 

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Strahlende Siegerin des Abends: Die britische Sängerin Dua Lipa ("New Rules") hat bei der Grammy-Verleihung den Preis als beste neue Künstlerin des Jahres gewonnen. Bei der Gala am Sonntag in Los Angeles setzte sich die 23-Jährige unter anderem gegen das Geschwister-Duo Chloe x Halle und Country-Musiker Luke Combs durch.

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Ella Mai mit ihrem Grammy für den besten R&B-Song "Boo'd Up".

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Drei Grammys für Brandi Carlile, Tim und Phil Hanseroth.

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Die Country-Sängerin Kacey Musgraves hat den Grammy für das beste Album des Jahres gewonnen. Die 30-Jährige setzte sich bei der Preisverleihung am Sonntagabend (Ortszeit) in Los Angeles mit ihrem Werk "Golden Hour" gegen Konkurrenten wie die Rapper Drake, Kendrick Lamar und Cardi B durch.

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Immer neue Spitznamen findet Keys für die verschiedenen Musikerinnen, die im Lauf der gut dreieinhalb Stunden auftreten oder geehrt werden: "Meine Schwester in der Musik" (Janelle Monae), "wunderschöne Lady" (Diana Ross) oder "mein Girl" (H.E.R.).

Es war ein langer Weg bis hierhin, und das Ziel ist noch längst nicht erreicht: In den Jahren von 2013 bis 2018 waren 91 Prozent der Nominierten bei den Grammys männlich, wie die University of Southern California herausfand. Vor allem hinter den Kulissen herrscht Ungleichheit: Die nominierten Produzenten, Toningenieure und Songschreiber sind größtenteils Männer. Eine neue Initiative der Recording Academy soll helfen, hier mehr Frauen zu fördern.

 

Gewinner in den wichtigsten Kategorien

  • Album des Jahres: Kacey Musgraves - "Golden Hour"
  • Aufnahme des Jahres: Childish Gambino - "This Is America"
  • Song des Jahres: Childish Gambino - "This Is America"
  • Bester Newcomer: Dua Lipa
  • Beste Pop-Solo-Performance: Lady Gaga - "Joanne"
  • Beste Pop-Duo-Performance: Lady Gaga und Bradley Cooper - "Shallow"
  • Bestes Popgesangs-Album: Ariana Grande - "Sweetener"
  • Bestes traditionelles Popgesangs-Album: Willie Nelson - "My Way"
  • Bestes Dance-/Electronic-Album: Justice "Woman Worldwide"
  • Bestes Rock-Album: Greta Van Fleet - "From the Fires"
  • Bestes Rap-Album: Cardi B - "Invasion of Privacy"
  • Bester R&B-Song: Ella Mai - "Boo'd Up"
  • Bestes zeitgenössisches Album: The Carters - "Everything is Love"
  • Beste Orchester-Performance: Andris Nelsons, Boston Symphony Orchestra - "Schostakowitsch Symphonien 4 und 11"
Am Sonntag scheint sich das Blatt endlich gewendet zu haben. Zwei der vier Hauptpreise gehen an Frauen. Kacey Musgraves holt mit "Golden Hour" die Trophäe für das beste Album, Dua Lipa wird beste neue Künstlerin. Cardi B gewinnt mit "Invasion of Privacy" als erste weibliche Solo-Künstlerin den Grammy für das beste Rap-Album, H.E.R. gewinnt die ersten beiden Grammys ihrer Karriere. Fans auf Twitter jubeln, andere meinen: Wurde aber auch höchste Zeit. Vor dem Auftritt von Rapperin Cardi B, die umgeben von 24 Tänzerinnen "Money" singt, ruft Keys ihr zu: "Girl, get it!" Soll in etwa heißen: "Mädchen, schnapp' es dir!"

 

Grammys 2019: Die Stars am Roten Teppich

Vermutlich der Albtraum für jeden Stylisten: Lady Gaga macht ...

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... ihre Haare offenbar selbst. Ein sehr erfrischender Zugang.

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Sänger Beck

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Miley Cyrus

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Janelle Monae

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Shawn Mendes

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Dionne Warwick

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Sänger George Clinton 

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Jada Pinkett Smith

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Heidi Klum ...

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... hatte eine moderne Form von Engelsflügeln mitgebracht

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Bebe Rexha ...

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... mit viel Stoff

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Schauspielerin Natasha Lyonne

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Sängerin Kelsea Ballerini 

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Sängerin Toni Braxton 

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Hennessy Carolina, die Schwester von Cardi B.

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Christopher Nicholas Cornell und Toni Cornell, die beiden Kinder des verstorbenen Sängers Chris Cornell. Sie übernahmen den Grammy für die beste Rock-Performance für "When Bad Does Good".

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Katy Perry

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Schauspielerin Anna Kendrick 

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Gut behütet: Jennifer Lopez ...

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... auf dem Roten Teppich.

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Sängerin St. Vincent

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Sängerin Ashanti

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Sänger Post Malone

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Sänger Swae Lee 

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Sängerin Fantasia 

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Country-Sängerin Margo Price 

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Die Backstreet Boys

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Cardi B

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Kyle Jenner

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Lady Gaga mit ihrem Musikproduzenten Mark Ronson

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Ein Jahr ist es her, dass - wie in Vorjahren - die große Mehrzahl der Preise an Männer oder von Männern geführte Bands ging und Männer auch viel häufiger auf der Bühne zu sehen waren als Frauen. Die Gala der 61. Verleihung war nun eine überfällige 180-Grad-Wende: Männliche Stars wie Shawn Mendes, Travis Scott und Rapper Post Malone samt der Red Hot Chilli Peppers wirken wie eingestreut. Quer durch die musikalischen Genres beherrschen Frauen den Abend.
Da ist Janelle Monae, die mit ihrem Moonwalk zu "Make Me Feel" den Saal elektrisiert und am Ende des Songs eiskalt ihr Mikrofon fallen lässt. Da ist Ariana Grande, die nach einem Streit über Planungen ihren Auftritt absagte, aus dem Off aber trotzdem Fotos von sich im Abendkleid postet und dann - ohne anwesend zu sein - den ersten Grammy ihrer Karriere gewinnt.

Nachdem zum Auftakt die ehemalige First Lady der Politik auf der Bühne stand, folgen bald die First Lady des R&B (Diana Ross) und die First Lady des Country (Dolly Parton). Über Genres und Generationen soll die Botschaft starker Frauen greifen, als Parton (73) ihre Hits mit Katy Perry (34), Kacey Musgraves (30) und Miley Cyrus (26) singt.

 

Am besten fasst Cardi B die doppelte und dreifache Last vieler Frauen in der Musikindustrie zusammen, nachdem sie mit massivem schwarzem Pfauenschwanz eine Edel-Version von "Money" gerappt hat und einen Grammy in der Hand hält. Trotz ihrer Schwangerschaft habe sie "Invasion of Privacy" schnell fertigstellen müssen, sagt Cardi B. Es habe geheißen: "Wir müssen dieses Album abschließen, damit wir die Videos drehen können, während man den Bauch noch nicht sieht."

 

 

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