Der Österreichische Staatspreis für Wissenschaftspublizistik geht heuer an die gebürtige Kärntnerin und ORF-Journalistin Elke Ziegler, seit dem Vorjahr Leiterin des ORF-Ressorts "Aktuelle Wissenschaft & Online". Julia Katrin Sica ("Der Standard") erhält den Förderungspreis, Eva Stanzl ("Wiener Zeitung") den Anerkennungspreis. Wissenschaftsminister Martin Polaschek (ÖVP) wird die Auszeichnungen am 17. Oktober überreichen.

Der Staatspreis wird im Zwei-Jahres-Rhythmus vergeben und ist mit 6.000 Euro dotiert. Für den Förderungspreis gibt es 3.000 Euro, für den Anerkennungspreis 2.500 Euro. Laut Aussendung gab es heuer insgesamt 24 Bewerbungen.

Für die Jury steht die neue Staatspreisträgerin "für engagierten und selbstbewussten Qualitätsjournalismus". Nicht zuletzt während der Coronapandemie habe sie diese besondere journalistische Qualität gezeigt. Ziegler studierte Politikwissenschaften und Bohemistik, später absolvierte sie einen Postgradualen Lehrgang für Wissenschaftskommunikation. Seit 2004 ist sie Wissenschaftsredakteurin für science.ORF.at und die ORF-Radios. Zuletzt erhielt sie auch den Hochner-Preis.

Bei Julia Katrin Sica, seit 2021 Wissenschaftsredakteurin beim "Standard", wurde das "beeindruckende Spektrum an Themen" hervorgehoben, das sie journalistisch bearbeite und vom Klimawandel über die Abtreibungsdebatte in den USA bis zu in Österreich heimischen Schlangenarten reiche. Nach einem Studium der Anthropologie und Biologie absolviert sie derzeit ein Bachelorstudium Vergleichende Literaturwissenschaften.

Eva Stanzl, seit 2011 Wissenschaftsredakteurin bei der "Wiener Zeitung", seit 2018 Vorstandsvorsitzende des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalist/innen Österreichs, erhielt für ihr "unermüdliches Engagement für einen seriösen Wissenschaftsjournalismus in Österreich" den Anerkennungspreis.