ORF-WahlKickl fordert geheime Abstimmung über Generaldirektor

"Es ist ein grundlegender demokratischer Standard, dass wichtige Funktionen geheim gewählt werden", meint FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl. Der neue ORF-Generaldirektor wird am 10. August gewählt.

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FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl
FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl © APA/ROBERT JAEGER
 

FPÖ-Bundesparteiobmann Herbert Kickl fordert eine geheime Wahl des neuen ORF-Generaldirektors im ORF-Stiftungsrat am 10. August. "Es ist ein grundlegender demokratischer Standard, dass wichtige Funktionen geheim gewählt werden", begründete er seinen Vorstoß gegenüber der APA und weiter: "Das ist in jedem kleinen Verein so üblich. Daher muss es erst recht für das größte und einflussreichste Medienunternehmen des Landes gelten."

Angesichts der politischen Besetzung des Stiftungsrats sei es kein Wunder, "dass überhaupt nur parteipolitisch klar zuordenbare Kandidaten antreten", meinte Kickl. Mit einer geheimen Wahl könnte man den "Klubzwang" in den sogenannten Freundeskreisen aushebeln und den Stiftungsräten ermöglichen, die Kandidaten nach ihren Fähigkeiten und nicht nach ihren politischen Unterstützern zu beurteilen.

"Wenn es eine geheime Wahl gibt, steigen vielleicht auch tatsächlich unabhängige Kandidaten in den Ring, die in einer offenen politischen Abstimmung keine Chance hätten", glaubt der FPÖ-Chef außerdem und: "Ich denke, dass unter diesen Umständen die Zahl der qualifizierten Bewerber steigen könnte."

Kommentare (3)
Patriot
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Dieser Wahlmodus ist Garant dafür, dass nicht der/die Beste ORF-Generaldirektor/in wird!

Die Besten bewerben sich wegen der parteipolitischen Verseuchung erst gar nicht. Wir GIS-Zahlern/innen müssen jedenfalls auch zukünftig davon ausgehen, dass man versuchen wird, uns zu manipulieren!

Elli123
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6
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demokratische Standards....

Neuerdings tritt Kickl für demokratische Standards und überhaut für die Menschenrechte ein. Wenn man seine politischen Umsetzungen noch im Kopf hat, kann man der Sache leider nicht wirklich trauen.

Auch die Grünen enttäuschen und scheitern an der politischen Realität. Kompromisse allerorts, von sinnhafter Grünpolitik nichts zu merken. Außer Spritpreiserhöhungen, Verteufelungen des Verbrennungsmotors, Förderungen zweifelhaft umweltfreundlicher E-Autos und unrentable Beton-Windräder in sensiblen Gebieten, fällt ihnen nichts mehr ein. Ja, vielleicht die günstigen Öffi-Tickets, wo in Pandemie-Zeiten jeder lieber in seinem Auto hockt....

argus13
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Kickl

möchte wohl das Sommerloch füllen - wen interessiert seine Meinung? Ist er schon im Wahlkampfmodus? Er sollte sich lieber um IBIZA kümmern, seine Chats... mit Strache, Gudenus sollten endlich einmal untersucht werden-aber die WKSA hat ja keine Kapazität den größten Skandal der 2. Republik erfolgreich zu untersuchen. Man verliert den Glauben an Gerechtigkeit und blinde Justitia! Bei Grasser untersucht und prüft die Justiz seit 10 Jahren "erfolgreich!. Die Richter und Staatsanwälte gehen wahrscheinlich mit Grasser in Pension- Scherz off