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Plaikners Medien-KolumneWer braucht die "Wiener Zeitung"?

Der Todeskampf der ältesten noch erscheinenden Tageszeitung der Welt wird begleitet von heuchlerischer Solidarität und politischer Ignoranz.

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Seit Wochen wachsen die Proteste gegen das drohende Ende der "Wiener Zeitung". Eine E-Mail ihres Geschäftsführers steigert nun noch die Empörung. Er rechnet mit dem Papiertod. Die Redaktion ist verstört. Der Eigentümer beruhigt. Bis Ende 2022 werde sich nichts ändern. Ein Sturm im Wasserglas?

Kommentare (4)
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melahide
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„Brauchen“

Wer braucht die Zeitung? Natürlich niemand. Man kann die gesamten Medien natürlich auch Privatpersonen überlassenen. Wir haben ja den Herrn Dichand (Krone, Heute), den Fellner (Österreich, Oe24), den Herrn Mateschitz (ServusTV) oder internationale wie den Herrn Zuckerberg (Facebook) oder Google News ... wer braucht da Neduenvielfalt?

mahue
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Manfred Hütter: für Spitzfindige

Verlautbarung=Kundmachung

mahue
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Manfred Hütter: Traurig oder nicht traurig

Ich reduziere es auf Zeitung, ungeschickte Schlagzeile.
Medienvielfalt egal in welche politische Richtung eine Zeitung tendiert ist eine der Säulen der Demokratie, aber nur "eine Säule" aber eine wichtige.
Auszuschließen und zu verbieten sind Zeitungen, die rassistisches, hetzerisches, religionsverachtendes Gedankengut und Demokratie verachtendes verbreiten.
Natürlich gib es auch die wirtschaftliche Auslese, denk da an unsere "Kärntner Tageszeitung", die sich glaub ich 2014 verabschiedet hat.
Jeder Herausgeber einer Zeitung muss wissen, dass einen die Zeit überholen kann, und sein Konzept nicht stimmt.
Die Wiener Zeitung (in Printausgabe) war das Blatt der gesetzlichen Verlautbarungen und Gesetze ab Verlautbarungsdatum erst gültig, aber in der heutigen digitalen Zeit ist sie überholt. Mein Vorstand hat von Amts wegen immer eine Print-Ausgabe erhalten, bis er aber sein Wissen an uns Mitarbeiter weitergegeben hat, hats oft lange gedauert. Ab der Einführung der Rechtsinformationsplattformen, haben wir schneller gewusst, was rechtlich neu ist, ohne lange Vorträge durch den Chef.

zweigerl
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Weltkulturerbe

Es macht fassungslos, dass die Milliardensubvention des Staates auch für den Zeitungsboulevard reserviert ist. Dafür lässt man die älteste noch erscheinende Tageszeitung der Welt, eigentlich ein Weltkulturerbe, vor die Hunde gehen.