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TV-Tipp für den MontagFree-TV-Premiere in der ARD für "Werk ohne Autor"

Eine Künstler-Parabel als Metapher auf die deutsche Nachkriegszeit: Zu sehen in der ARD um 20.15 Uhr.

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Tom Schilling als Maler Kurt Barnert in "Werk ohne Autor" © ARD
 

Mit einem Film, der zentrale Wegpunkte der deutschen Zeitgeschichte durch die Brille eines jungen Künstlers beleuchtet, ging Oscarpreisträger Florian Henckel von Donnersmarck ("Das Leben der Anderen") erneut ins Rennen um den Auslandsoscar, gewann ihn bei der Verleihung 2019 aber nicht. "Werk ohne Autor" geriet trotz seiner Länge zu einem intensiv gezeichneten Drei-Stunden-Drama. Wie schon im Stasi-Drama zeichnet der Regisseur auch das SED-Regime als Unrechtssystem, in dem abweichende Meinung oder neue Herangehensweisen in der Kunst gänzlich unerwünscht sind. So bewegt sich Kurt an der Dresdner Kunsthochschule in einem Umfeld zwischen verhaltenem Aufruhr und systemtreuer Anpassung.


"Ich mag dich", sagt eine junge Frau mit Downsyndrom zu einer KZ-Aufseherin. Diese erwidert das Kompliment mit einem Lächeln und geleitet die junge Frau über die Türschwelle der Gaskammer. Mit Szenen wie dieser gibt Henckel von Donnersmarck eindrucksvoll die beklemmend-selbstverständliche Unmenschlichkeit des NS-Systems wieder. In dieser Zeit voller institutionalisierter perfider Engstirnigkeit und Brutalität lässt der 45-jährige Regisseur den begabten, aber introvertierten Maler Kurt Barnert aufwachsen. Die Hauptfigur, im Erwachsenenalter von Tom Schilling verkörpert, ist durch die Biografie des deutschen Malers Gerhard Richter inspiriert.

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