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TV-TagebuchReality-Fernsehen, die alternative Realität

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In all den Jahren hat sich das Erfolgsformat „Germany's Next Topmodel"  nicht verändert, auch die Kritik daran bleibt dieselbe. Der Kasernenton, den Heidi Klum anschlägt, wenn sie „ihre Mädchen“ herumscheucht, ist noch immer nicht wirklich die Einstimmung aufs harte Arbeitsumfeld eines Models, sondern dient dazu, das TV-Drama zuzuspitzen. Die absurden Kapriolen, die die Models bei diversen Aufgaben (Fotoshooting in 15 Meter Höhe usw.) buchstäblich zu schlagen haben, sind genauso wenig Vorbereitung auf die Karriere, als Bestandteil des Schau- und Gefühlszirkus, der im Fernsehen und den sozialen Medien Millionen Freude und Follower findet.

Längst funktionieren solche Formate außerhalb, ja unabhängig der Realität. Trotz der imposanten Reihe von großen Playern der Mode-Branche, die in der aktuellen Saison von „GNTM“ zu Gast waren: Für die Kandidatinnen ist die Sendung im Normalfall kein Einstieg in die Modelkarriere, sondern der erste Schritt in die TV- und Medien-Arena zwischen „Dschungelcamp“, „Big Brother“, „Playboy“-Shooting und Influcencer-Existenz, wo sie vor allem „sie selbst“ sein sollen. Was immer man auch darunter verstehen möchte. Das Reality-TV hat längst seine eigene Realität geschaffen. Und die ist oft spannender als die Wirklichkeit.

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