„Parov Stelar, der bürgerlich Marcus Füreder heißt, gilt als Pionier des Electroswing und wird international gefeiert. Der gebürtige Oberösterreicher produziert aber nicht nur gute Musik, sondern begeistert auch mit seiner Malerei – und demnächst bei einem ganz besonderen Event“, hieß es in einer Presseaussendung zur neuen Ausgabe der Talkshow „Stöckl“ (19. 3., ORF 2, 23.05 Uhr). Das „besondere Event“ ist der 70. Eurovision Song Contest, denn Parov Stelar (51) wird in Wien mit dem RSO (Radio-Symphonieorchester) den Interval Act bestreiten. Auch Cesár Sampson (Bronze für Österreich 2018 in Lissabon) wurde für die Pausen-Show engagiert.

Zu den bekanntesten Interval Acts in der ESC-Geschichte gehört „Riverdance“. Damit begann 1994 die Weltkarriere der irischen Tanz-Company. Nichts Gutes tat sich 2019 Madonna mit ihrem Auftritt vor der Punktewertung. 2016 bestritt Justin Timberlake einen Teil des Pausenprogramms.

Wie erwartet wird der 70. ESC auch eine Zeitreise sein: Das erste Semifinale startet mit dem Opening Act „70 Years of Love“, einem filmischen Galopp durch sieben Jahrzehnte Eurovisionsgeschichte. Anschließend eröffnet ein 70-köpfiger Chor die Show mit einer Hommage an den ESC-Klassiker „L’amour est bleu“, der 1967 in der Interpretation von Vicky Leandros Wiener Hofburg zu hören war. Mit einem augenzwinkernden Interval Act im Halbfinale widmen sich Victoria Swarovski und Michael Ostrowski gemeinsam mit dem „Milkshake Man“ Go-Jo, dem australischen Teilnehmer des Vorjahres, der Frage, wie man Austria und Australia voneinander unterscheidet.

Marty Zambotto alias Go-Jo aus Sydney schaffte es 2025 in Basel zwar als Australiens Vertreter nicht ins Finale, fiel aber offenbar ORF-Showproducer Mischa Zickler auf – sonst würde man ihn nicht nach Wien einladen.

Im Rahmen der drei Live-Shows (zwei Halbfinali und das Finale) bekommt natürlich JJ als Sieger 2025 seinen Rahmen. Der neue Titel des 24-jährigen Wieners als ESC-Gast im zweiten Semifinale heißt „Unknown“.

Thurnhers erster Auftritt beim ESC-Medien-Update

Ingrid Thurnher als derzeitige ORF-Chefin konstatierte, dass man gut im Zeitplan sei. Es freue sie besonders, dass das RSO bei der Eröffnungszeremonie am 10. Mai vor dem Wiener Rathaus aufspielen wird. Ein französischer Journalist wollte bei der Pressekonferenz auf dem Küniglberg wissen, ob die neue Situation im ORF den ESC „irgendwie behindern würde“. Ein klares „Nein“ kam von Executive Producer Michael Krön.

Ausnahmekünstler Parov Stelar kann man derzeit auch als Maler in Wien erleben – mit einer Ausstellung im Wirtschaftsministerium. Für seine Musik wurde er kürzlich zum elften Mal mit einem Amadeus Austrian Music Award ausgezeichnet.

Parov Stellar vor seinen Bildern mit Michael Krön, Executive Producer des ESC 2026
Parov Stellar vor seinen Bildern mit Michael Krön, Executive Producer des ESC 2026 © WM
Parov Stelar 2023 bei einem Live-Auftritt in Stuttgart
Parov Stelar 2023 bei einem Live-Auftritt in Stuttgart © IMAGO
JJ wird neben „Unknown“ natürlich noch einmal „Wasted Love“ (in neuer Version) interpretieren
JJ wird neben „Unknown“ natürlich noch einmal „Wasted Love“ (in neuer Version) interpretieren © IMAGO
Australiens Go-Jo („Milkshake Man
Australiens Go-Jo („Milkshake Man") kommt fürs erste Halbfinale am 12. Mai nach Wien. Er verpasste in Basel 2025 das Finale © IMAGO
Maskottchen Auri wurde für den 70. ESC geschaffen
Maskottchen Auri wurde für den 70. ESC geschaffen © ORF
Cesár Sampson ist Teil des Interval Acts im Finale
Cesár Sampson ist Teil des Interval Acts im Finale © Thomas Jantzen