Der nie abreißende Nachrichtenstrom macht uns fertig. Wenn wir kurz darüber nachdenken, müssen wir uns eingestehen, dass wir Gefangene der Sozialen Netzwerke sind. Das Gefängnis haben zwar böse amerikanische Milliardäre errichtet, aber wir sind freiwillig hineinspaziert und unsere täglichen Postings, Likes und Kommentare schließen sozusagen die Zellentür. Dazu das Netz mit seinen Myriaden News, die ungefiltert einprasseln. Ein unübersichtliches Monstrum, das das Gefühl verstärkt, nicht immer mehr, sondern immer weniger Überblick zu haben und dass Freiheit arm macht. Wenn man sie damit verbringt, stundenlang am Handy zu scrollen.
Kulturkommentar Scheinwerfer
Eine tolle neue Idee zur Mediennutzung
© AP/Elise Amendola