Der Erfolg der Serie war keiner, den die Jahresvorschau eines Streamingdienstes vorab werbend verkünden würde. Der Siegeszug von „Adolscence“ kam überraschend und wirkt – für die schnelllebige Branche bemerkenswert – lange nach. Die Geschichte über einen 13-Jährigen, der im nordenglischen Kleinstadtmilieu eine Mitschülerin ersticht, traf einen Nerv. Mehr als 115 Millionen Abrufe macht die ohne Schnitte auskommende Serie zu einer der erfolgreichsten des Streamingzeitalters, gefeiert von Publikum und Kritik, gehypt von jenen, die darin ein Dechiffrierwerkzeug für Codes und Mechanismen einer Jugend erkennen, die sie nicht mehr verstehen.