Streaming-Serien sind oft Gesprächsstoff, aber warum geistert der Vierteiler „Adolescence“ seit Wochen durch die Medien und wird auch in den Feuilletons ausführlich von Expertinnen und Experten verschiedener Disziplinen debattiert? Das ist übrigens nur eines von vielen „Warums“, das uns im Laufe dieser Geschichte begegnen wird. Das englische „Adolescence“ lässt mehrere Übersetzungen zu: Pubertät, Jugend, Entwicklungsjahre, Reifezeit. Allen gemein ist, dass damit der Übergang vom Kind zum Jugendlichen gemeint ist – eine extrem vulnerable Zeit. Aus einem (mehr oder weniger) geschützten Raum werden Kinder in die ungeschützte, stürmische Welt der Jugendlichen und später Erwachsenen hinausgeschickt. Eltern (oder andere Erziehungsberechtigte) hoffen, dass auf diesem unebenen Weg alles gut geht. Und oft tut es das nicht, aus welchen Gründen auch immer. Jedenfalls hat man es nicht mehr in der Hand.
Serien-Hit Adolescence
Diese Ratlosigkeit muss man ertragen
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