Das K3-Filmfestival steht heuer ganz im Zeichen des „Flüchtigen“: „Im Kino wollen wir Momente festhalten, die man schwer fassen kann, das Flüchtige liegt dabei oft zwischen Sehnsucht und Aufbruch“, sagt Festival-Chef Fritz Hock. Vom 3. bis 7. Dezember wird in Villach wieder die geballte Kraft des grenzüberschreitenden Filmschaffens im Alpen-Adria-Raum spürbar sein. Das zeigt sich bereits im Eröffnungsfilm: „Little Trouble Girls“ ist Sloweniens Beitrag zum Auslands-Oscar 2026 und erzählt von einem 16-jährigen Mädchen, das sich während eines Chorproben-Wochenendes in einem Kloster mit ihrer aufkeimenden Sexualität auseinandersetzen muss. Hauptdarstellerin Jara Sofija Ostan wird zur Eröffnung in Villach anreisen.
Insgesamt stehen heuer sechs Produktionen im Langfilmwettbewerb, darunter auch die Doku „Mütter“ der Kärntner Filmemacherin Birgit Bergmann, in der in zehn Küchengesprächen Mütter ehrlich und unverblümt von einem Leben zwischen Glück und Erschöpfung, gesellschaftlichem Druck und persönlicher Erfüllung erzählen. Auch Elsa Kremsers in Locarno mit dem Spezialpreis der Jury ausgezeichneter Film „White Snail“, den die Lavanttalerin gemeinsam mit ihrem Partner Levin Peter gedreht hat, ist zu sehen. Und mit „The Last Slap“ ist auch eine schwarze Weihnachtskomödie von Regisseur Matteo Oletto im Programm. Im Vorjahr ging der mit 5000 Euro dotierte Langfilmpreis übrigens an Thomas Woschitz´ Film „The Million Dollar Bet“. Wer gewinnt, entscheiden die Programmkinos und Verleiher gemeinsam: „Sie benoten die Filme nach der Wahrscheinlichkeit, mit der sie sie im Programm zeigen wollen“, erklärt Fritz Hock – und sie „werden dann auch bereitwilliger gezeigt. Für den Film von Thomas Woschitz hat das gut funktioniert.“
In der Kurzfilm-Schiene werden heuer 16 Filme in drei Wettbewerbsprogrammen – und auch hier ist Kärnten mit acht Beiträgen heimischer Filmschaffender, darunter Martin Harald Weiß und Ivana Kreitner-Rauchmann, stark vertreten. Die Kurzfilmpreise werden am Samstag von einer Jury vergeben, der Publikumspreis wird in einer frei zugänglichen, öffentlichen Diskussion entschieden.
Abgerundet wird das Festival unter anderem durch eine eigene Schiene, die sich den beiden Kärntner Produzentinnen Gabriele Kranzelbinder und Barbara Pichler (KGP Filmproductions) widmet. Gezeigt werden unter anderem die Filme „Bad Luck“ und – anlässlich des Geburtstags von Peter Handke am 6. Dezember – die Doku „Griffen“. Barbara Pichler, von 2008 bis 2015 künstlerische Leiterin der Diagonale in Graz, wird außerdem beim traditionellen Branchentreff am 5. Dezember über „Co-Produktion in der Praxis“ sprechen. Denn ein Ziel des K3 ist der filmische Austausch im Alpen-Adria-Raum, der den Weg für neue, überregionale Kooperationen ebnen soll. Fritz Hock: „Brücken bauen, Grenzen überwinden sind, neben der Entdeckung und Förderung neuer Talente, unsere zentralen Anliegen.