Seine große Stunde naht immer wenn jemand hundert wird. Tritt einer, eine in den „Klub der 100-Jährigen“ ein, dann rückt er aus - das kann er, das hat er gelernt und geübt, da kann nichts schiefgehen – dann überbringt er der oder dem 100-Jährigen „seine persönlichen Glückwünsche“ und früher, als die Stadt noch nicht pleite war, auch einen Fresskorb oder einen Blumenstrauß. Und jedes Mal nimmt er natürlich einen Fotografen aus dem Büro des Bürgermeisters mit, um ein Erinnerungsfoto zu schießen: Rechts der Pfleger (lächelnd), links der Bürgermeister (sehr lächelnd; 15.331,10 Euro), in der Mitte der Jubilar (die Jubilarin – naja, mehr Seligkeit als Lächeln; ca. 1200 Euro Pension) Aber wie auch immer: zack – wieder eine politische Leistung mehr! Das soll ihm erst einer nachmachen!
Quergedacht
Der Bürgermeister, die Hundertjährigen und das Osterfest
Kommentar.
Egyd Gstättner über das Plaudern über alte Zeiten als Klagenfurt noch nicht pleite war.
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