MailandWegen Corona: Speranza Scappucci dirigiert als erste Frau eine Oper an der Scala

Speranza Scappuci ist die erste Frau, die an der Mailänder Scala dirgieren wird. Sie springt für einen an Corona erkrankten Kollegen ein. Damit ist die Scala gewissermaßen einen historischen Makel los.

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GENERALPROBE OPERNBALL 2017: SCAPPUCCI
Speranza Scapucci, 2017 bei den Proben zum Opernball in Wien © APA/GEORG HOCHMUTH
 

Die italienische Dirigentin Speranza Scappucci wird als erste Frau eine Oper an der Mailänder Scala dirigieren. Die 48-jährige Römerin wird am 18. Jänner Vincenzo Bellinis Oper "I Capuleti e i Montecchi" leitet. Scappucci ersetzt den Dirigenten Evelino Pidò, der am Coronavirus erkrankt ist. Scappucci, die die Opéra Royale de Wallonie in Lüttich führt, hatte 2017 als erste Dirigentin die Eröffnung des Wiener Opernballs geleitet. Sie wird im Februar an der Berliner Staatsoper "Elisir d'amore" dirigieren. Im Mai plant sie drei Konzerte an der Scala.

"Ich bin sehr aufgeregt und fühle mich sehr verantwortlich für diese plötzliche und unerwartete Verpflichtung. Ich möchte mich bei Scala-Intendanten Dominique Meyer und dem gesamten Theater, insbesondere dem Orchester, für die Art und Weise bedanken, wie sie mich empfangen haben und dafür, dass sie die Inszenierung trotz der Schwierigkeiten durchführen wollten", so Scappucci auf Facebook.

Damit holt die Scala etwas nach, was in anderen Opernhäusern von Weltgeltung schon lange Normalität ist. In der Wiener Staatsoper dirigierte vor knapp mehr als 28 Jahren erstmals eine Frau: Simone Young leitete am 20. 11. 1993 Puccinis "La Bohème", und bereits 1976 dirigierte Sarah Caldwell an der Metropolitan Opera in New York.

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