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Kritik Wiener Staatsoper"Parsifal" aus dem Gefängnis: Das große Wunder blieb aus

Eine Weltklasse-Besetzung und der in Russland festsitzende, kritische Regisseur Kirill Serebrennikow: Das ob dieser Rezeptur erwartete „Parsifal“-Wunder stellte sich in der Staatsoper aber nur zeitweilig ein.

Jonas Kaufmann und Elina Garanča in "Parsifal" der Staatsoper. © Michael Poehn/Staatsoper
 

Ein Gefängnis, Gangs und Gewalt. Ein ewig revoltierender Häftling Amfortas und der brutale „Neue“, Parsifal, der gerade einen Konkurrenten auf dem Boden der Duschräume sterbend hinterlassen hat. Die Journalistin Kundry ist fasziniert von Parsifal, dem sie zum Protagonisten ihrer Fotoreportage aus dem Häfen macht. In der Redaktion sind schließlich der sinistre Herausgeber Klingsor sowie die Kolleginnen und Praktikantinnen hinter dem lässigen Youngster her.

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richeseb
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Warum

dieser reißerisch negative Titel? Was hatte der Kritiker erwartet? Ich empfand die Inszenierung und vor allem Garanča, Jordan und die Philis, Zappenfeld, Tézier als Sensation!

Lodengrün
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Wie dünkt mich doch die Aue heut so schön!

Und dann findet alles im Gefängnis statt. Es wird dort auch der Schwan "erlegt". Kundry bringt den Balsam für Amfortas und rennt mit dem Fotoapparat wild umher. Der gesungene Text reibt sich mit der Handlung und dem Ort in einem fort. Ich habe bei zahlreichen Produktionen, so auch von Wolfgang Wagner, Robert Wilson, aber auch Schlingensief mitgewirkt. Einen derartigen Widerspruch zum Libretto habe ich nie empfunden. Ich verstehe den Weg den Serebrennikov gehen will. Er passt einfach nicht. Warum werden heute derartige Ideen nicht mit neuer Komposition realisiert?

stellaharry
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10
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Wunderbar!

So groß meine Zweifel an der Ernennung von Herrn Roscic anfangs waren, ich finde seine Arbeit - noch dazu in diesen schweren Zeiten - hochinteressant, großartig! Vielen Dank ihm, dem Ensemble, unserer Staatsoper und auch ORF III für die tollen Produktionen. Mit ihnen sind die Oper - und auch Wagner - im 21.Jhd. angekommen!