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Musik-ExperimentOthmar Schoecks "Schloss Dürande": Wie man eine Oper entnazifiziert

Othmar Schoecks Oper „Das Schloss Dürande“, uraufgeführt 1943 in Berlin, litt am NS-verseuchten Text. Man gab ihr einen neuen – von Eichendorff. Und zeigt das Werk nun in Meiningen. Mit durchwachsenem Erfolg.

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Wiederbelebt: "Schloss Dürande" am thüringischen Staatstheater Meiningen © Staatstheater Meiningen/Stolz
 

Es fällt nicht leicht, Hitlers Reichsmarschall recht zu geben. Hermann Göring schrieb 1943 ein geharnischtes Telegramm an den Intendanten der Staatsoper in Berlin: „Es ist mir unfassbar, wie die Staatsoper diesen aufgelegten Bockmist aufführen konnte.“ Göring hatte soeben das Libretto von „Das Schloss Dürande“ gelesen. Der Text zur letzten Oper des Schweizers Othmar Schoeck stammt von Hermann Burte, einem volkstümlichen Reimeschmied und glühenden Anhänger der NSDAP. Basis seiner knatternden Verse war die gleichnamige Novelle Joseph von Eichendorffs, die in den Anfängen der Französischen Revolution spielt.

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