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Oper GrazWiederbelebte „Martha" bleibt blass

Regisseur Peter Lund misstraut der Harmlosigkeit von Flotows Oper und verdüstert die Komödie in Graz. Hilft auch nichts.

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"Martha" in der Grazer Oper © Werner Kmetitsch/Grazer Oper
 

In den hinteren Winkeln des Stückefundus, einer dunklen Ecke, in der dick Staub liegt, hat die Grazer Oper für ihre jüngste Produktion nachgesehen und „Martha“ hervorgezaubert. Friedrich von Flotows vormaliges Erfolgsstück, in dem die Romantik sozusagen auf Biedermeier-Größe zurückgestutzt und von starkem französischen Einfluss geprägt ist. Ein melodienseliges Stück über gelangweilte Damen, die sich auf einem Markt für Dienstboten verdingen und allerlei heitere Abenteuer erleben, die sich vermutlich auch ganz gut als eine Geschichte eines emanzipatorischen Ausbruchs aus gesellschaftlichen und geschlechtlichen Normen erzählen ließen.

Kommentare (1)

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Lodengrün
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4
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Diesen Ansatz des Irrenhauses

haben wir schon unzählige Male "gemolken". Von Wagner (Parsifal) bis Verdi (Fallstaff, Rigoletto) haben wir diese Deutungen über uns ergehen lassen müssen. Warum kann man das Stück nicht so inszenieren wie es im Libretto steht. "Das Gute unterstreichen wir, das was nicht so prickelnd ist vernachlässigen wir" pflegt so mancher Regisseur der sich auf gute Personenführung versteht zu sagen. Ja das Stück gibt das auch her und auch im historischen Rahmen. Aber wie so oft muß die Inszenierung der Neurose des Regisseurs folgen der partout etwas anderes aus dem Inhalt gelesen haben will. Ja Herr Gasser, die Lautstärke erreichte den Pegel der Unerträglichkeit.

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