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Film der Woche"Undine" von Christian Petzold: Verfluchte Liebe

Romantischer Durst nach Wasser: Christian Petzolds „Undine“ ist ein sinnlich symbolhafter Film – Paula Beer und Franz Rogowski brillieren.

Eine filmische deutsche Romantik: Die Lovestory zwischen Undine (Paula Beer) und Christoph (Franz Rogowski) beginnt unter einem zersprungenem Aquarium © Polyfilm
 

Bewertung: ****

Jede Liebesgeschichte braucht ihre Schlüsselszene. Für Undine und Christoph beginnt die Liebe sehr nass unter einem Aquarium. Das Glas bricht und Wasser samt Fischen ergießt sich über die beiden. Doch schon davor ist der etwas unbeholfene Taucher Christoph den gelehrten Worten der Stadtführerin Undine verfallen, die von den Veränderung der Berliner Geschichte erzählt. Der Regie-Veteran Christian Petzold kostet die Liebe auf den ersten Blick nicht nur in der aufgeladenen Aquarium-Szene so richtig aus – ohne falsche Angst vor Kitsch, den er 90 Minuten lang durchkreuzt. Dramaturgie und Dialoge sind bisweilen durchaus ungelenk-deutsch. Das tut der sinnlich-symbolischen Kraft aber wenig Abbruch.

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