Bond-Bösewicht, leidenschaftlicher Romantiker, kaltblütiger Soziopath: als Schauspieler durfte Javier Bardem bereits einige Facetten von sich zeigen. Mit der Komödie "Der perfekte Chef“ kehrt er nun zu seinen spanischen Wurzeln zurück - und macht ausnahmsweise Pause vom Hollywood-Kino. Der heute 53-Jährige entspringt einer Familie, die schon seit Jahrzehnten eng mit der Filmindustrie in Verbindung steht. Sein Onkel war der Regisseur Juan Antonio Bardem, der während des Spanischen Bürgerkriegs für antifaschistische Filmchen von Diktator Franco inhaftiert wurde.  Javiers Mutter war die kommunistische Aktivistin und Schauspielerin Pilar, die zu Lebzeiten sogar Preisträgerin eines begehrten Goya-Awards (dem spanischen Pendant zum Oscar) wurde. Mama Bardem war es ebenfalls, die ihren Sohn zu seiner ersten großen Rolle verhalf. Im spanischen Erotikdrama „Lulu – Die Geschichte einer Frau“ ergatterte der Jungschauspieler im Alter von 21 einen wichtigen Part. Eine Karriere in der amerikanischen Traumfabrik war für ihn lange Zeit trotzdem undenkbar, zu schlecht waren seine Englischkenntnisse.