Vom 28. Juni bis 2. Juli stehen das ORF-Landesstudio Kärnten, die Stadt Klagenfurt am Wörthersee, 3sat und die deutschsprachige Literaturszene wieder ganz im Zeichen der Tage der deutschsprachigen Literatur. Im Vorfeld des Bewerbes muss das Organisationsbüro nun eine Reduzierung des Teilnehmerfeldes bekannt geben. ORF-Landesdirektorin Karin Bernhard: "Statt den üblichen 14 Lesenden haben wir heuer zwölf. Das ist natürlich traurig, aber der Bewerb wird dennoch stattfinden und ich gehe davon aus, dass es am 2. Juli eine strahlende Gewinnerin oder einen strahlenden Gewinner geben wird."
Die von Klaus Kastberger nominierte österreichische Schriftstellerin Helena Adler muss sich in der kommenden Woche einer unaufschiebbaren medizinischen Behandlung unterziehen und kann deshalb nicht vor der Jury in Klagenfurt lesen. Die Statuten sehen vor, dass eine Teilnahme am Bewerb nur mit persönlicher Anwesenheit und eigener Lesung erfolgen kann.
Weiters wird auch der Österreicher Robert Prosser nicht nach Klagenfurt kommen. Er war von Brigitte Schwens-Harrant nominiert worden. Das Organisationsbüro erhielt folgende Stellungnahme von Robert Prosser: "Zu meinem großen Bedauern muss ich meine Teilnahme am diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis aus triftigen persönlichen Gründen zurückziehen. Ich bitte die Veranstalter der Tage der deutschsprachigen Literatur, die Jurorinnen und Juroren, die Kolleginnen und Kollegen sowie das Publikum um Entschuldigung, Entwicklungen in meinem privaten Umfeld lassen mir aber leider keine Möglichkeit, nächste Woche anwesend zu sein. Ich wünsche eine wunderbare Veranstaltung und verbleibe mit herzlichen Grüßen, Robert Prosser."
Mit dem Ausscheiden der beiden Autoren sind nur mehr zwei Teilnehmende aus Österreich im Rennen: Die Wienerin Anna Felnhofer wurde 2021 für ihr Debüt "Schnittbild" mit dem Franz-Tumler-Preis gewürdigt und auch der Niederösterreicher Mario Wurmitzer hat bereits mehrere Prosa- und Theatertexte vorgelegt.
Horst L. Ebner, der Koordinator des Bewerbes, verweist darauf, dass es solche Ausfälle auch schon in der Vergangenheit gegeben hat, und betont: "Da wir nun zwölf statt 14 Kandidatinnen und Kandidaten haben, werden wir die Lesereihenfolge etwas umstellen. Ab kommenden Donnerstag werden jeweils vier Lesungen an den drei Lesetagen über die Bühne des ORF-Theaters gehen."