Filme zum Streamen#BlackLivesMatter: Wie das schwarze US-Kino rebelliert

Diese Dokus, Spielfilme und Serien berichten von Rassismus, Diskriminierung und Polizeigewalt – viele davon basieren auf wahren Storys.

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Adam Driver und John David Washington in Spike Lees bissiger Satire BlacKkKlansman © AP
 

BlacKkKlansman

Niemand klagt Rassismus seit seinem wuchtigen Debütfilm „Do the Right Thing“ von 1989 mit seinen Werken und öffentlichen Aussagen derart konsequent an wie Spike Lee. Mit der bitterbösen, aber dabei ziemlich komischen Satire „BlacKkKlansman“ feierte der 63-Jährige, der als Mitbegründer des New Black Cinema gilt, 2018 ein feuriges Comeback. Er erzählt darin nach einer wahren Geschichte von einem afroamerikanischen Polizisten (John David Washington), der mithilfe seines Kollegen (Adam Driver) den Ku-Klux-Klan infiltriert. Zu sehen unter anderem auf Amazon Prime.


I Am Not Your Negro


Raoul Pecks dokumentarischer Essay von 2016 erinnert an den schwarzen Bürgerrechtler und Autor James Baldwin (1924–1987), der eine wichtige Stimme seiner Generation war. Mit vielen Archivaufnahmen, Interviews und Sätzen Baldwins zeichnet diese Dokumentation ein aufwühlendes Sittenbild über das Amerika von einst und jenes von heute. Auf Netflix.

Just Mercy


Kurz vor dem Lockdown noch im Kino: Destin Daniel Crettons packender Justizthriller nach einer wahren Geschichte. Der afroamerikanische Anwalt Bryan Stevenson (Michael B. Jordan) zieht in den 90ern nach Alabama, um Todeskandidaten wie den unschuldigen Walter McMillian (Jamie Foxx) zu verteidigen. Stevenson versucht, dessen Fall wieder aufzurollen. In den USA stellte Warner den Film aktuell kostenlos zur Verfügung, hier kann man ihn auf Amazon oder Sky leihen.

Detroit


Oscar-Preisträgerin Kathryn Bigelow legte 2017 mit dem rohen True-Crime-Drama „Detroit“ ein aufwühlendes, wütendes Werk vor, das von einem der größten Bürgerrechtsaufstände nach einer blutigen Polizeirazzia und den verheerenden Vorfällen im Algiers Motel 1967 erzählt. Ausleihbar u. a. auf iTunes, Rakuten oder Amazon.

 

The 13th


Ava DuVernays beklemmende Doku „The 13th“ ist nach dem 13. Zusatzartikel zur US-Verfassung betitelt, in dem es um die Abschaffung der Sklaverei geht. Sie erzählt die Geschichte der staatlichen Ungleichbehandlung von Schwarzen und zeigt, wie der Strafvollzug das System der Sklaverei fortsetzt. Sehenswert auch: ihre vierteilige Miniserie „When They See Us“ über fünf schwarze Jugendliche, die „Central Park Five“, die für eine Vergewaltigung eingesperrt wurden, die sie nicht begingen.

 

What You Gonna Do When the World's on Fire?


Im Sommer 2017 nahm die Zahl der rassistischen Tötungsdelikte in den USA sprunghaft zu. Der italienische Filmemacher Roberto Minervini begleitet in der Doku „What You Gonna Do When the World’s on Fire?“ Menschen der schwarzen Community im Süden des Landes, er hört zu, schaut hin. Ohne Kommentare zeigt er ihren Alltag.

Dear White People


Justin Simiens entlarvendes Comedy-Drama aus dem Jahr 2014, das 2017 auch in eine Serie mündete, erzählt von Konflikten zwischen weißen und schwarzen Studenten an einem fiktiven Ivy-League-College und dem Rassismus, der dort tobt. Film und Serie auf Netflix.

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