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Corona-KriseBachmann-Preisträgerin Birgit Birnbacher: "Wir optimieren uns ja sogar im Reduzieren"

Die Schriftstellerin und Soziologin Birgit Birnbacher über ihren eigenen Umgang mit der Corona-Isolation, Bilder von Delfinen und warum sie nicht glaubt, dass sich die Menschen nach der Krise nachhaltig ändern werden.

Gewann den Bachmann-Preis 2019: Birgit Birnbacher
Gewann den Bachmann-Preis 2019: Birgit Birnbacher © (c) Weichselbraun Helmuth
 

Ihr neuer Roman sollte in diesen Wochen hinaus in die Welt – aber „die Welt“ ist weitgehend geschlossen derzeit. Verzweifelt man da als Schöpferin des Geschriebenen?
BIRGIT BIRNBACHER: Das Gute war, die Auswirkung in ihrer Gesamtheit kam ja nicht auf einmal, sondern Schritt für Schritt. Zuerst wurde die Leipziger Buchmesse abgesagt, dann die Lit.Cologne, so ging das immer weiter, und dann bröselte langsam aber sicher die aufwändig organisierte Lesereise dahin. Gleichzeitig wurde aber auch immer klarer, dass das alles aus guten Gründen geschieht. Ja, sicher, einen Moment hat es schon gegeben, da war ich wirklich traurig um die ganze Arbeit rund um das Buch. Aber ich neige grundsätzlich nicht zum dauerhaften Verzweifeln. In der sozialen Arbeit ist man es gewohnt, in katastrophalen Situationen der zu sein, der überzeugend davon ausgeht, dass alles, wenn nicht gut, dann zumindest besser wird. Das hilft mir in der derzeitigen Situation. Und das Bewusstsein darüber, dass mein Buch nicht das Zentrum des Universums ist, sondern dass es jetzt darum geht, dass möglichst viele Menschen gesund bleiben. Man muss das Ganze schon auch im Verhältnis sehen.

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Danke für Ihr Verständnis.

GordonKelz
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Wir optimieren uns....

...kann mich in die Gedankenwelt dieser Schrift-
stellerin gut hineinversetzen. Bin mit Ihr der Überzeugung, das sich die Menschen nach der Krise nicht nachhaltig verändern werden.
Gordon Kelz

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