Der Tour-Tross rollt nach Österreich. Mit im Gepäck eine Debatte, die mitunter schriller wirkt als mancher Rammstein-Song. Schwere Vorwürfe, Rufe nach Auftrittsverboten, Demonstrationen gegen „mutmaßliche Täter“ und Solidaritätsbekundungen von Fans, Absatzsteigerungen beim Plattenverkauf und in der Mitte des ganzen Wirbels der Frontmann Till Lindemann, dessen Verhalten auf der Bühne ganz und gar nicht deeskalierend wirkt. Letzteres ist eventuell auch kein Wunder, weil die Provokation bei Rammstein seit einem Vierteljahrhundert das Geschäftsmodell ist.