Plötzlich brandet Applaus auf und durchbricht jäh das geschäftige Summen, das in der Halle herrscht. Doch kein Literaturstar betritt die Bühne, ein Popstar der Politik ist es, der die Begeisterung auslöst. Und, nein, kein Spritzwein steht auf dem Tisch, nur Wasser. Die Zunge von Michael Häupl ist trotzdem gut gelöst, als er Schnurren aus seiner Autobiografie "Freundschaft" erzählt; etwa jene von der Rettung des Weinguts Cobenzl. Auch ein Rabbi spielt eine Rolle in Häupls Rebenstory, dann leitet Moderator Florian Scheuba ins Politische über, also besser Szenenwechsel jetzt.