Karl Nehammer bedauert: "Es tut mir leid, was die Politik derzeit bietet. Es tut mir leid, dass der Eindruck entsteht, dass wir die Sorgen der Menschen nicht erst nehmen." Der Kanzler sagt "die Politik" und nicht "die Volkspartei". Das ist zugleich Ausweichen vor Konkretisierung und Vereinnahmung der Konkurrenz. Die unausgesprochene Botschaft lautet: Die anderen sind auch nicht besser. Als Eindruck bleibt: Die sind alle so. Die Ernte dieser Saat steht im Eurobarometer, den Umfragen der EU-Kommission: Das Vertrauen der Österreicher in "die" Parteien ist auf 32, jenes in die Regierung auf 39 Prozent gesunken. Vor zwei Jahren waren es 41 und 59 Prozent.
Medienkolumne
Pauschalierung ist Selbstbeschädigung
Die notwendige interne Kritikfähigkeit des heimischen Journalismus droht durch Pauschalisierung in Selbstschädigung zu kippen.
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