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RostockAuschwitz-Komitee gegen Konzert von Xavier Naidoo

Ein Sänger, der antisemitische Klischees verbreitet, sei für Überlebende des Holocaust unerträglich: Das Auschwitz-Komitee spricht sich gegen ein Konzert des Sängers in Rostock aus.

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Xavier Naidoo - sein Auftritt in Rostock wird kritisiert
Xavier Naidoo - sein Auftritt in Rostock wird kritisiert © AP (Markus Schreiber)
 

Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Entscheidung der Rostocker Bürgerschaft, ein Konzert von Xavier Naidoo zuzulassen, kritisiert. "Die Vorgänge um das in Rostock geplante Konzert des Sängers sind ein Musterbeispiel dafür, wie der demokratische Staat und seine Institutionen von diesen Kreisen vorgeführt wird, wenn demokratische Parteien in der Abwehr gegen rechtsextreme und antisemitische Kräfte nicht gemeinsam handeln", sagte Vizepräsident Christoph Heubner.

"Demokratieverachter"

Naidoo sei im Lager rechtsextremer Verschwörungstheoretiker und Demokratieverächter angekommen. Er gelte in diesem Milieu als Symbolfigur und jeder seiner Auftritte werde als Sieg über das verhasste System gefeiert, sagte Heubner am Montag in Berlin. Für Überlebende des Holocaust sei es unerträglich, dass einem Sänger, der unverhohlen antisemitische Klischees verbreitet, in einer weltoffenen Stadt eine Bühne geboten wird.

Antrag gescheitert

Am vergangenen Mittwoch waren die Linken und die SPD mit einem Antrag gescheitert, einen ursprünglich für den 22. August geplanten Auftritt nicht zuzulassen. Der Antrag war damit begründet, dass Naidoo den Reichsbürgern und der QAnon-Bewegung nahestehe und rassistische Ressentiments schüre. Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) war jedoch unter anderem der Meinung, dass öffentliche Einrichtungen wie die Stadthalle zur Wahrung des Gleichheitsgrundsatzes verpflichtet seien und hatte Widerspruch eingelegt.

Naidoo tauchte in der Vergangenheit immer wieder im Zusammenhang mit sogenannten Verschwörungsmythen auf - er machte auch umstrittene Äußerungen zu der Corona-Pandemie. Nachdem er im März 2020 die Jury der RTL-Sendung "Deutschland sucht den Superstar" verlassen musste, hatte er Vorwürfe des Rassismus vehement zurückgewiesen. Beim Veranstalter Live Nation wird das Konzert wie die meisten anderen Termine der Xavier-Naidoo-Tour als "verschoben" angegeben.

Kommentare (3)
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Lodengrün
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3
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Naidoo

ist Anhänger der Theorie von dem Blut trinkenden Kinderschändern. Da weiß man welchen Geistes Kind er ist.

Heike N.
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Das hast jetzt aber ziemlich schwammig

beschrieben.
QAnon behauptet, eine einflussreiche, weltweit agierende, satanistische Elite entführe Kinder, halte sie gefangen, foltere und ermorde sie, um aus ihrem Blut eine Verjüngungsdroge zu gewinnen. Diese bilden anscheinend einen Deep State und niemand geringerer als Onkel Donald "ich fass dir an die Pussy" Trump ist deren härtester Widersacher und Bekämpfer.

Es sind gar nicht so wenige die das auch glauben. Das nur zur Erörterung.

Jetzt hat der Herr also etwas krude Gedanken und äußert diese auch öffentlich, aber anscheinend in einer Art und Weise, die nicht strafbar ist.
Und da frage ich mich als liberaler Geist schon, wieso man ihm das verbieten will bzw. darf.
Wer bestimmt welche Meinung erwünscht ist?

Wer den Kerl nicht mag, der soll nicht hingehen, aber solange er sich innerhalb des Gesetzes bewegt darf er nicht schlechter behandelt werden als ein Anderer.

Und wenn seine Konzerte wirklich ein Hort der rechten Szene ist, dann haben die diversen Dienste wenigstens eine einfache Möglichkeit die Szene zu überwachen und neue Erkenntnisse zu erlangen.

Hapi67
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Cancel Culture

und eine weitere wunderbare Bestätigung und Nahrung für Andersdenkende.

Rufzerstörung und Existenzvernichtung

Vielen Dank