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Zum Lockdown in der KulturSchwammige Nebensätze und falsche Hoffnungen: Für eine Kulturnation reicht das nicht

Kultur musste wieder vertröstet werden. Die Form der Ankündigungen war befremdlich
Kultur musste wieder vertröstet werden. Die Form der Ankündigungen war befremdlich © APA/Herbert Neubauer
 

Wer dieser Tage wagte Zuversicht zu schöpfen, sieht sich einmal mehr enttäuscht. Die Bundesregierung hat entschieden, den Kultur-Lockdown fortzusetzen – ja sogar, ihn zu verlängern. Gesundheitsminister Rudolf Anschober kündigte bei der Pressekonferenz am Montag an, man wolle sich in Sachen Kultur erst im Mai „einen nächsten Schritt überlegen“. Der Kanzler relativierte die Schocknachricht nur vage: Ziel der Regierung sei es, „eine Öffnungsperspektive noch im April bieten zu können.“

Kommentare (1)
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GanzObjektivGesehen
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6
Lesenswert?

Befindet sich eine große Anzahl von Personen längere Zeit in einem geschlossenen Raum....

....ist auch die Wirksamkeit von Masken und Abstandsregeln begrenzt. Vor allem bei besonders ansteckenden Versionen des Virus. Und genau das ist bei Kulturveranstaltungen der Fall. Das wissen auch die meisten Kulturschaffenden, wenn sie die Scheuklappen abnehmen.
Man könnte die Abstände zwischen den Besuchern zwar so vergrößern das es als Präventsionskonzept wirksam wäre. Damit wäre aber jede Veranstaltung ein totales Verlustgeschäft. Das widerspricht aber jedem kaufmännischen Handeln.

Die Situation ist schwierig, vor allem auch für den Kulturbereich. Der Staat muss sich bemühen den Kulturschaffenden das Überleben zu sichern. Aber eine zu frühe Öffnung dieses Bereichs wäre ein Pyrrhussieg und eine Verzweiflungstat.