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Theater-LockdownTheatererhalterverband fordert "ehestmögliche" Öffnung der Theater

Bei weiteren Lockerungsschritten "sollen möglichst auch die Theater berücksichtigt werden", fordert der Theatererhalterverband.

THEMENBILD / WAHLEN IN KAeRNTEN / LAeNDERPORTRAeT: STADTTHEATER KLAGENFURT
Wann darf im Stadttheater Klagenfurt wieder vor Publikum gespielt werden? © APA/GERT EGGENBERGER
 

Zum Theatererhalterverband (TEV) zählen unter anderem die Bühnen Graz, das Stadttheater Klagenfurt oder die OÖ Theater und Orchester GmbH. Der Verband hat es sich zum Ziel gesetzt, die Vielfalt der österreichischen Theaterlandschaft und das kulturelle Angebot zu erhalten, zu fördern und zu pflegen. In einem gemeinsamen Statement fordern die Theatererhalter nun eine "ehestmögliche" Öffnung der Theater. Hintergrund ist die Entscheidung der Bundesregierung, den Lockdown für Theater, Gastronomie und Hotellerie bis Ostern zu verlängern.

"Wenn weitere Lockerungsschritte der COVID-Maßnahmen erfolgen, sollen auch die Theater möglichst berücksichtigt werden. Keinesfalls darf es aus Sicht des TEV zu einer Schlechterstellung gegenüber vergleichbaren Branchen und Einrichtungen kommen", heißt es in einer Aussendung am Montagnachmittag.

Deshalb fordert der TEV die Öffnung der Theater sobald wie möglich unter folgenden Prämissen:

  1. Einhaltung der Präventionskonzepte entsprechend der Regeln vom Herbst 2020
  2. Verpflichtung zum Tragen einer FFP2-Maske von Seiten des Publikums
  3. Kontrolle von Covid-Tests vor dem Eintritt in die Theater
  4. Prozentuelle Publikumsbeschränkung in den Zuschauerräumen entsprechend der Regeln vom Herbst 2020, keine Deckelung von absoluten Personenanzahlen und Berücksichtigung des Raumvolumens.

Der TEV verweist auf die aktuellste Studie des Hermann-Rietschel-Instituts an der TU Berlin, welche belegt, dass von allen öffentlich besuchten Innenräumen, von denen Messungen des R-Werts durchgeführt wurden, der Wert in Opern, Theatern und Museen bei dreißigprozentiger Belegung bei 0,5 und bei vierzigprozentiger Belegung bei 0,6 liegt. Laut dieser Studie gibt es keine öffentlich besuchten Räume, die unter Einhaltung der Sicherheitsmaßnahmen weniger infektiös sind – es bestehe geringste Ansteckungsgefahr.

Der Vorsitzende des Theaterverbandes, der steirische Kulturlandesrat Christopher Drexler, betont die Einigkeit der Bundesländertheater: „Die Kulturreferentinnen und Kulturreferenten sind sich ihrer Verantwortung bewusst. Wenn die Pandemie-Situation es zulässt, dass weitere Lockerungsschritte der geltenden Maßnahmen gesetzt werden, sollen auch die Theater ehestmöglich wieder öffnen können.“

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