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Graz Kulturjahr 2020 Wohnungslosigkeit raubt 20 Jahre Lebenszeit

Der Rundgang "Eggenberg-bewohnt" gewährt einen Blick auf eine Seite von Graz, die zu oft übersehen wird: Was bedeutet Wohnungslosigkeit, wer ist betroffen und wie kommt es dazu?

Andrea Knafl und Edith Zitz leiteten den Rundgang "Eggenberg-bewohnt".
Andrea Knafl und Edith Zitz leiteten den Rundgang "Eggenberg-bewohnt". © Wagner
 

Mehrere tausend Wohnungen in Graz stehen leer. Gleichzeitig sind über 2.000 Personen ohne festen Wohnsitz. Die Betroffenen finden temporär Unterschlupf bei Bekannten, nutzen Notschlafstellen oder leben direkt auf der Straße. Doch die leeren Wohnungen bleiben unbewohnt. „Gerade in Graz wird so viel gebaut. Da würde man meinen, Wohnraum ist in Hülle und Fülle für alle da, dem ist aber nicht so“, meint Reinhard Braun, der künstlerische Leiter von Camera Austria. Es gibt keine exakte Zahl, wie viele Wohnungen in der Stadt tatsächlich leer stehen. „Die Schätzungen variieren zwischen 3.500 und 5.500“, erklärt Andrea Knafl, Sozialarbeiterin bei „housing first“ und Mitarbeiterin des Vereins „Bundesgemeinschaft Wohnungslosenhilfe“ (BAWO). In den vergangenen Monaten sorgte dieses Thema bereits für Diskussionen: So sprach die Gemeinderätin Susanne Bauer (SPÖ) von bis zu 10.000 leeren Wohnungen in der Stadt. Die Partei forderte im Zuge dazu auf, endlich eine Leerstandserhebung durchzuführen. Aus heutigem Stand geht die Energie Graz laut dem Pressesprecher des Grazer Vizebürgermeisters Mario Eustacchio (FPÖ) von allerhöchstens 3.000 leerstehenden Wohnungen aus. Beim Spaziergang "Eggenberg-bewohnt" führt Knafl gemeinsam mit Edith Zitz von der Bildungsorganisation „inspire“ quer durch das Stadtviertel der rechten Murseite. Der Rundgang ist Teil des Projekts „Die Stadt & das gute Leben“ von Camera Austria im Rahmen von  „Graz Kulturjahr 2020“.

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