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WienICOM Österreich fordert zusätzliche Mittel für Museen

"Solidarität mit den Museen" fordert ICOM Österreich: Da etliche Häuser aufgrund des Coronavirus geschlossen haben und dementsprechend mit finanziellen Ausfällen rechnen müssen, befürchtet das österreichische Komitee des internationalen Museumsverbandes eine "existenzbedrohende" Situation. Die Politik müsse daher die Liquidität der Museen sicherstellen und zusätzliche Finanzmittel budgetieren.

© APA
 

Es sei damit zu rechnen, dass die derzeitigen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Erkrankungen noch länger notwendig sein werden, hielt ICOM Österreich am Freitag fest. Deshalb seien die politischen Entscheidungsträger gefordert, "rasch und in aller Klarheit" Maßnahmen für die österreichischen Museen und ihre Mitarbeiter zu treffen. Neben den beiden genannten Punkten soll auch ein Notfallfonds eingerichtet werden, "der schnell und unbürokratisch Finanzzuschüsse vergibt". Dies sei insbesondere für freie Dienstnehmer, Selbstständige und Kulturvermittler wichtig. Am kommenden Donnerstag gibt es eine Pressekonferenz des ICOM Österreich "zur aktuellen Lage".

Nach zahlreichen Absagen in Österreich in allen Sparten gab nun auch das seit einigen Wochen laufende Akkordenfestival, das noch bis zum 22. März stattgefunden hätte, die ersatzlose Absage aller Termine bekannt. "Es scheint uns mehr als angebracht dazu beizutragen, dass die aktuelle Bedrohungslage nachhaltig überwunden werden kann", heißt es dazu in einer Aussendung.

Hollywood reagierte unterdessen auf die zunehmende weltweite Verbreitung des Coronavirus mit den Verschiebungen von großen Filmen. Nach dem neuen James-Bond-Abenteuer "Keine Zeit zu sterben" trifft es etwa auch die Realverfilmung des Disney-Zeichentrickfilms "Mulan", die Horrorfilm-Fortsetzung "A Quiet Place 2" oder die neunte Ausgabe der "Fast and Furious"-Reihe. Gleichzeitig hat der Unterhaltungsriese Disney angekündigt, seine Freizeitparks in den USA und Paris zu schließen. Jene in Tokio, Hongkong und Shanghai sind schon seit mehreren Wochen zu. Mit der Maßnahme sollten Beschäftigte wie Besucher geschützt werden, hieß es.

Auch die Theater am berühmten New Yorker Broadway machen vorrübergehend dicht. Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, untersagte am Donnerstag Versammlungen von mehr als 500 Menschen. Der Branchenverband Broadway League erklärte daraufhin, alle Theater blieben von Donnerstagabend an bis zum 13. April geschlossen. Zuvor hatte bereits das größte Museum New Yorks, das Metropolitan Museum of Art, seine vorübergehende Schließung verkündet. Ebenfalls alle Veranstaltungen abgesagt haben die Metropolitan Opera, die New Yorker Philharmonie und das berühmte Konzerthaus Carnegie Hall.

Verschoben wurde auch die Art Cologne, die für Ende April geplant war. Die größte deutsche Kunstmesse soll nun von 19. bis 22. November parallel zur Cologne Fine Art & Design stattfinden. Gleichzeitig haben immer mehr Bühnen in Deutschland, von der Elbphilharmonie in Hamburg bis zur Semperoper in Dresden, ihren Spielbetrieb eingestellt. Der Privatsender ProSieben will wiederum zum Schutz vor dem Coronavirus mehrere Fernsehshows ohne Publikum aufzeichnen. Betroffen sind Formate wie "The Masked Singer", "Late Night Berlin", "Wer schläft, verliert!" und "Joko & Klaas gegen ProSieben".

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