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InterviewDirk Stermann: Virtuose Zeitreise mit Wien als riesiger Kloake

Der brillante Satiriker Dirk Stermann setzt in seinem neuen Roman "Der Hammer" dem Orientalisten Hammer-Purgstall virtuos ein Denkmal. Ein Gespräch über Brückenbauer, Fremdenhass, Zeitreisen und eine riesige Kloake namens Wien.

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INTERVIEW: DIRK STERMANN
"Angst vor Fremden wird immer benützt": Dirk Stermann © APA/ROLAND SCHLAGER
 

Herr Stermann, man kennt Sie als brillanten Satiriker und Autor meist ironischer Bücher. Dass Sie nun in Ihrem neuen, virtuosen Roman "Der Hammer" dem bedeutsamen steirischen Orientalisten Joseph von Hammer-Purgstall ein Denkmal setzen, überrascht schon sehr. Was inspirierte Sie zu diesem Werk?

DIRK STERMANN: Es war ein Zufall. Eine steirische Freundin führte mich nachts durch die Kellergewölbe der Akademie der Wissenschaften. Ein unglaublicher Ort. An den Decken Fresken, überall Originalmöbel aus dem vorletzten Jahrhundert, in den teilweise noch Arbeitsmaterialien längst verstorbener Wissenschaftler lagen. Dann kamen wir schließlich ins Foyer der Akademie und sie zeigte mir die Büste von Hammer-Purgstall, den ich nur dem Namen nach kannte. „Er war Orientalist und inspirierte Goethe zum Westöstlichen Diwan“, sagte sie. „Und er hatte ein Schloß, dort gab es einen Kuhstall. Vor jede Kuh hatte er einen arabischen Sinnspruch an die Wand geschrieben.“ Ich besorgte mir daraufhin seine Lebenserinnerungen und dann war drei Jahre lang intensiv mit ihm beschäftigt.

Der Roman heißt "Der Hammer". Ihnen ist sicher klar, dass dieses Wort hierzulande mehrere Bedeutungen besitzt und sich auch als Schimpfwort einiger Popularität erfreut. Warum also dieser Titel?

Kommentare (1)

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mobile49
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Lesenswert?

immer wieder muß uns ösis

der entlarvende spiegel vorgehalten werden .
bravo ! dieses buch wird sicher eine bereicherung aller bibliotheken werden , egal ob privat oder öffentlich

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