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Nach Stelzer-AppellWiesinger verzichtet auf Nominierung in den Kulturbeirat

Nach Drohungen gegen Kritiker hat sich der umstrittene Künstler und FP-Entsandte Manfred "Odin" Wiesinger selbst aus dem oberösterreichischen Landeskulturbeirat entsorgt. Er verzichtet auf seine Nominierung.

Wiesinger droht Kritikern: "Irgendwann seid ihr dran"
Wiesinger droht Kritikern: "Irgendwann seid ihr dran" © APA/WALTER WOBRAZEK
 

Der oberösterreichische Landeshauptmann Thomas
Stelzer (ÖVP) hat am Samstag von der FPÖ eine Neubestellung für den
Landeskulturbeirat eingefordert. Der FP-nahe Künstler Manfred "Odin"
Wiesinger sei nach seinen Aussagen im Nachrichtenmagazin"Profil"
"untragbar", so Stelzer in einer Presseaussendung. Der Landeschef verlangte den Rückzug Wiesingers aus dem Landeskulturbeirat. "Manfred Wiesinger ist in dieser Funktion nicht mehr tragbar. Ich erwarte daher, dass die FPÖ OÖ die Nominierung von Manfred Wiesinger zurückzieht und eine andere geeignete Persönlichkeit nominiert", so Stelzer. Wiesinger hat mittlerweile reagiert und verzichtet auf die Nominierung in den Kulturbeirat.

Vorausgegangen waren der Forderung Aussagen des Malers im nachrichtenmagazin "profil: Wiesinger, der künftig auf einem FPÖ-Ticket im Landeskulturbeirat von Oberösterreich sitzen sollte, drohte darin laut Voraus-Meldung des am Montag erscheinenden Magazins seinen Kritikern: "Ich bin nicht nachtragend, dennoch denke ich: ,Euch merke ich mir, und irgendwann seid ihr dran.'" Zur "Auschwitz-Lüge", meinte er, darüber gebe es "immer wieder neue Erkenntnisse."

Der Landeskulturbeirat sei im Grunde "vollkommen zahnlos", weil sich niemand an seine Empfehlungen halten müsse, so Wiesinger im Interview, "durch meine Nominierung wurde dieses Gremium der Allgemeinheit bekannt".

"Landplage"

Dazu, dass im inzwischen eingestellten rechten Magazin "Aula", für das er Auftragsarbeiten angenommen hat, KZ-Häftlinge als "Landplage" bezeichnet worden sind, sagte der umstrittene Maler: "Nur feine Menschen, angenehme Zeitgenossen waren da sicher nicht darunter." Den Vorwurf der Nähe zur NS-Ideologie wies er in dem Interview aber zurück: Sowohl Nationalsozialismus als auch Sozialismus seien "verbrecherisch in ihren Auswirkungen" gewesen.

Die im Bericht getätigten Aussagen bezeichneten die oberösterreichischen Freiheitlichen in einer Presseaussendung als "unglückliche oder missverständliche Äußerungen". Der Rückzug Wiesingers erfolge auf eigenen Wunsch des Malers, "um weiteren Schaden für seine Familie zu vermeiden", wie es wörtlich heißt.

Kommentare (3)

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voit60
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vielleicht will der Rechtsextremist

uns jetzt auch noch erklären, dass der Verzicht freiwillig war. Grauslich, dass sich solche Typen auch noch Künstler nennen, und noch viel grauslicher ist es, dass es Regierungsmitglieder gibt, die diese Type als Lieblingskünstler bezeichnen. Da merkt man dann schon, welch Geistes Kind der Herr Hofer wirklich ist.

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helmutmayr
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Auch einer

der FPÖ Nationalisten.

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Lodengrün
3
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Der Freund des Herrn Hofer

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