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Zum Abschied ein grandioses Solo der Maria Bill

"Die sieben Todsünden" nach Brecht/Weill.

 

WIEN. Die wahre und die Ware Liebe, Sehnsucht, Emotionalität und harte Landung sind der Inhalt jener Lieder von Kurt Weill, die Maria Bill in einem gut halbstündigen Parforceritt anfangs thematisiert. Dann hebt sich der Vorhang zur letzten Produktion dieser Künstlerin am Wiener Volkstheater. Auf der Bühne sitzt das Orchester der Vereinigten Bühnen Wien mit Milan Turkovic am Dirigentenpult und dann hebt eine bearbeitete Fassung von Kurt Weills "Die sieben Todsünden" an. In diesem als Ballett konzipierten Stück erzählt Textautor Bertolt Brecht von einer Familie in Louisiana, die ihre Tochter Anna in die Welt schickt, um Geld für ein neues Familienheim zu verdienen.

Die schäbige Familienbagage verkörpert ein Männerquartett und Maria Bill brilliert in der Doppelrolle der beiden Schwestern, die bei der Pariser Uraufführung 1933 von Lotte Lenya und der Tänzerin Tilly Losch verkörpert wurden. Dieser Kunstgriff von Regisseur Michael Schottenberg war zwar gewagt, aber er ging auf. Wegen einer hervorragend disponierten Maria Bill, die mit ihrer markanten und wandlungsfähigen Stimme das Publikum zu Begeisterungstürmen hinriss. RR

Die sieben Todsünden. Von Kurt Weill/Bertolt Brecht. Volkstheater Wien. Termine: 15., 21., 25., 26. Okt., 13. 20., 24. Nov.. Karten: 01/ 52 111-400. www.volkstheater.at

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