Die Zauberwelt hat ihn wieder! 15 Jahre nach seinem letzten Auftritt als Draco Malfoy in „Harry Potter und die Heiligtümer des Todes - Teil 2“ schlüpfte Tom Felton erneut in seine Paraderolle. Diesmal jedoch nicht vor der Kamera, sondern auf der Broadway-Bühne in New York City und damit auch vor einem großen Live-Publikum.
Wie viel es den Harry-Potter-Fans bedeutet, dass ein Mitglied des Original-Casts in der Theaterstück-Fortsetzung „Harry Potter and the Cursed Child“ (“Harry Potter und das verwunschene Kind“) mit dabei ist, wurde deutlich, als Felton am Dienstag erstmals die Bühne betrat. Lediglich ein Wort konnte der 38-jährige Schauspieler sagen: „Potter.“ Dann begannen die Zuschauer zu kreischen und zu klatschen, Felton musste rund 30 Sekunden warten, ehe er fortfahren konnte.
Auf dem offiziellen Instagram-Kanal des Theaterstücks wurde ein Videoausschnitt davon gepostet. Der Text dazu lautet: „Dann ist es also wahr, was im Zug erzählt wurde. Tom Felton ist ab jetzt am Broadway.“ Das Zitat ist eine Referenz an jenen Moment im ersten Film, als Malfoy erstmals auf Harry Potter trifft.
Auch am Ende seines Broadway-Debüts sah man dem 38-jährigen Schauspieler an, wie berührt er von der Reaktion des Publikums war. Ursprünglich sollte Felton für 19 Wochen, bis zum 22. März 2026, in die Rolle des Draco Malfoy am Broadway schlüpfen. Die überwältigende Resonanz vom Publikum dürfte nun aber dafür sorgen, dass Felton sein Engagement bis zum 10. Mai 2026 verlängert, wie US-Medien berichten.
Tom Felton kämpfte nach Harry Potter mit Alkoholproblemen
Die Harry-Potter-Filme machten Felton genauso wie Daniel Radcliffe (Harry Potter), Emma Watson (Hermine Granger) und Rupert Grint (Ron Weasley) in den 2000er Jahren zu gefeierten Kinderstars. Das Besondere bei Felton, das vielen Fans vielleicht gar nicht bewusst ist, ist, dass er über alle acht Filme verteilt insgesamt nur 31 Minuten und 45 Sekunden zu sehen war. Im Vergleich zu seinen Co-Stars war das eine extrem geringe Bildschirmzeit. Gefeiert wurde er trotzdem.
Nach den Harry-Potter-Filmen verlief Feltons Leben alles andere als reibungslos. In seiner Biografie „Jenseits der Magie - Vom Segen und Fluch, als Zauberer groß zu werden“, die 2022 erschienen ist, erzählt der Brite von seinen Alkoholproblemen. Mehrere Gläser Bier und dazu jeweils ein Whiskey noch vor Sonnenuntergang seien es zwischenzeitlich gewesen. Sein Umfeld sah sich damals gezwungen, zu intervenieren.
„Mein Anwalt, den ich kaum persönlich kannte, sprach mit ruhiger Ehrlichkeit“, schrieb Felton. „‚Tom‘, sagte er, ‚ich kenne dich nicht sehr gut, aber du scheinst ein netter Kerl zu sein. Ich möchte dir nur sagen, dass dies die siebzehnte Intervention ist, an der ich in meiner Karriere teilgenommen habe. Elf von ihnen sind inzwischen tot. Sei nicht der zwölfte.‘“
Felton kratzte die Kurve und gestand sich schließlich ein, dass er Hilfe benötigt. Ihm wurde bewusst, dass es keine Schande sei, mentale Probleme zu haben. Sehr zur Freude seiner Fans, die ihn nun offensichtlich gesund wieder zaubern sehen können.