„Pfau: bin ich echt“, heißt der Film, der von Österreich für den Oscar 2026 nach Hollywood geschickt wird. Ausgewählt wurde er von der unabhängigen Jury aus Vertreterinnen und Vertretern der österreichischen Filmbranche als Kandidat für die Kategorie „Bester internationaler Film“ (sog. „Auslandsoscar“). Das teilte der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) am Donnerstag, dem 21. August 2025, in Wien mit.
Die Regie führte der Salzburger Bernhard Wenger und gab damit sein erstes Langspielfilmdebüt. In der Hauptrolle ist Albrecht Schuch als Star der Firma „Rent a friend“ zu sehen, der unterschiedliche Rollen auf Bestellung einnimmt. Beim Österreichischen Filmpreis 2025 wurde Albrecht Schuch in der Kategorie „Bester männlicher Darsteller“ ausgezeichnet. „Pfau - Bin ich echt?“ erhielt weiters Nominierungen in den Kategorien „Beste Kamera“ und „Beste Musik“.
„Als Filmemacher hat man große Ziele und Träume, aber mit dem ersten Kinofilm als Österreichs Einreichung beim Auslandsoscar ausgewählt zu werden und damit für den heimischen Film werben zu dürfen, ist eine unglaubliche Ehre“, wird Regisseur Wenger in einer Aussendung des Fachverbandes der Film- und Musikwirtschaft zitiert.
Regt zum Schmunzeln und Nachdenken an
Aus der Begründung zur Nominierung: „Der sehr schön getimte Film überzeugt durch lakonischen Humor, der nicht aufdringlich ist. Ironisch und witzig spiegelt der Film ein zeitgemäßes Bild unserer Gesellschaft wider. Der Film regt sowohl zum Schmunzeln als auch zum Nachdenken an.“
Zahlreiche Erfolge auf internationalen Festivals
Uraufgeführt wurde der Film am 30. August 2024 im Rahmen der 81. Internationalen Filmfestspiele von Venedig. In Österreich feierte er seine Premiere auf der Viennale am 26. Oktober 2024 in Österreich und in Deutschland erfolgte am 20. Februar 2025 ging er in Österreich und Deutschland in die Kinos und wurde bislang in über 40 Ländern international mit erfolgten Kinostarts, verkauft.
Ob „Pfau - Bin ich echt?“ bei den „98. Academy Awards“ am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Los Angeles unter den final Nominierten sein wird, entscheidet sich spätestens am 22. Jänner, wenn aus der im Dezember bekanntgegebenen Shortlist dann die Oscarnominierten herausextrahiert werden. Im vergangenen Jahr ging Österreich mit dem historischen Depressionsdrama „Des Teufels Bad“ von Veronika Franz und Severin Fiala in das Rennen um den Auslandsoscar. Eine finale Nominierung war allerdings nicht gelungen.