Kniehosen, Seidenstrümpfe, Weste und das gerne ein bissl bestickt und üppig. Von der Seidenhölle, in der die Herren der Schöpfung zuvor auch physisch vor sich hingockelten, war man Ende des 18. Jahrhunderts zwar schon befreit, aber die Schlichtheit zelebrieren? Soweit kommt es noch! George Bryan Brummell (1778-1840) hingegen, der hat sich modisch vom Gockeltum abgewandt, um sich dem Dandytum zuzuwenden. Mag der Spruch: „Kleider machen Leute“ zwar direkt aus der Mottenkiste kommen, aber an seiner Gültigkeit war und ist nicht zu rütteln. Brummell war nicht von adeliger Abstammung, aber er verkehrte in den allerhöchsten Kreisen. Wie hat er das nur angestellt? Seine Eintrittskarte führte über die Mode und die prägte seinen Habitus: Haltung, Eleganz, Kultiviertheit – der Dandy war geboren.
Lewis Hamilton, Colman Domingo & Co.
Met Gala: Die Dandys laden zur großen Sause
Montagabend (5. Mai) findet in New York die Met Gala statt.
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