Es war einmal ein Film über zwei leidenschaftliche Liebhaber, die quer durch die USA flüchten, um den Rachegelüsten der bösen Mutter des Mädchens zu entkommen, die etwas gegen die Verbindung hat. Das Road Movie, das David Lynch über Sailor und Lula (dargestellt von Nicolas Cage und Laura Dern) unter dem Titel „Wild at Heart“ gemacht hat, ist vermutlich die Essenz seines Schaffens. Ein Film, in dem amerikanische Mythen, sei es Elvis Presley, sei es der Zauberer von Oz, in einen Thriller verflochten werden, ein unglaublich gewalttätiger Film über zwei Menschen, gegen die sich die Welt verschworen hat. Ein Märchen und Neo-Noir, ein Bilderbogen voller Gewalt und Sex, ein Blick ins Herz des amerikanischen Traums. Lynch beleuchtete Abgründe nicht mit dem Gestus eines Aufklärers, sondern eines Romantikers. „Wild at Heart“ ist im Kern auch nichts anderes als eine Romanze.