Am Wochenende war das Narco-Transmusical „Emilia Pérez“ des französischen Regisseurs Jacques Audiard der große Gewinner beim Europäischen Filmpreis in Luzern. Und auch bei den Golden Globes, die am 5. Jänner 2025 verliehen werden, hat der wilde Genremix beste Chancen: Mit zehn Nennungen führt der Film die Nominiertenliste an, die am Montag in 27 Film- und Fernsehkategorien in Beverly Hills bekanntgegeben wurde.
In der begehrten Dramensparte rittert unter anderem das fiktive Biopic „The Brutalist“ um die Auszeichnung. Insgesamt kommt der Film mit sieben Nominierungen auf Platz 2 des Tournaments. Ebenfalls in der Kategorie Drama Chancen hat „Konklave“ des österreichisch-schweizerischen Regisseurs Edward Berger. Der Thriller um eine Papstwahl kommt in toto auf sechs Nennungen - darunter die für Berger.
Das Drama „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ ist im Rennen um einen Golden Globe in der Sparte „Bester nicht-englischsprachiger Film“. Regisseur ist der nach Deutschland geflohene Iraner Mohammad Rasoulof, der den Film in seiner Heimat heimlich gedreht hatte. Deutschland hat „Die Saat des heiligen Feigenbaums“ auch für die Oscar-Verleihung 2025 eingereicht. Unter den weiteren Nominierten für den Golden Globe in der Sparte nicht-englischsprachiger Film sind unter anderem die Musikkomödie „Emilia Pérez“ (Frankreich), das Historiendrama „Vermiglio“ (Italien) und das Drama „All We Imagine as Light“ (Indien).
Im Serienbereich holt sich „The Bear“ mit fünf Nominierungen die Pole-Position, es folgen „Only Murders in the Building“ und „Shogun“ mit je vier Nominierungen. Selena Gomez ist gleich für zwei Rollen nominiert - als beste Nebendarstellerin im Film „Emilia Pérez“ und in der Hauptrolle in der Serie „Only Murders in the Building“ (Disney+). Drei Nominierungen gibt es auch für den Netflix-Überraschungserfolg „Nobody Wants This“, eine witzig-sympathische RomCom-Serie mit Kristen Bell und Adam Brody.