Dünnglas verhält sich anders als normales Glas. Stützen, bewegliche Wände oder Fassaden, die sich der Umwelt anpassen, sind daher möglich. Dazu müssen nicht nur innovative Modelle entwickelt werden, es braucht auch alternative Versuchskonzepte, um zu testen, ob das Glas für den jeweiligen Einsatz geeignet ist.

Jürgen Neugebauer, Leiter des neuen Forschungszentrums, dazu: "Die etablierten Prüfverfahren für Glas im Gebäudebau können nicht einfach auf Dünnglas übertragen werden. An solchen Verfahren für Glas unter zwei Millimetern wird jetzt beispielsweise im Josef Ressel Zentrum geforscht." Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Erforschung des Einflusses der Lagerausbildung und des Klebers bei der Verbindung von dünnen Glasplatten.

Was bisher am Institut Bauplanung und Bauwirtschaft des Departments für Bauen, Energie & Gesellschaft passiert ist und wie es im neuen Forschungszentrum weitergehen soll, erfahren Sie in diesem Artikel am Blog der FH JOANNEUM.

Gefördert wird das Josef Ressel Zentrum für Dünnglastechnologie vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft (BMWFW) sowie der Christian Doppler Forschungsgesellschaft. Die MitarbeiterInnen und Studierenden der FH JOANNEUM forschen in den kommenden fünf Jahren in enger Zusammenarbeit mit den Unternehmen APG International Inc., LISEC Austria GmbH und SFL technologies GmbH. Wissenschaftliche Partner sind die TU Darmstadt, TU Delft, PCCL und University of Cambridge.