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Während der CoronakriseHofer-Filialleiterin: „Wir sind über uns hinausgewachsen“

Katrin Sommer-Margreiter begann als Lehrling, heute ist sie Filialleiterin und bildet selbst Lehrlinge aus. Worauf sie dabei Wert legt und was sie sich auch nach der Coronakrise von den Kunden wünschen würde.

© Hofer
 

Warum haben Sie sich für diese Lehre entschieden?

Im September bin ich bereits 16 Jahre bei Hofer, gestartet habe ich als Lehrling. Mittlerweile leite ich aber schon seit über elf Jahren eine Filiale mit 20 Mitarbeitern. Ich habe mich damals für die Lehre bei dieser Firma entschieden, weil die Ausbildung sehr gut ist und es echte Aufstiegschancen gibt. Karriere mit Lehre ist hier gelebte Praxis. Ich und viele weitere Kollegen, die als Lehrlinge gestartet sind und heute in der Filialleitung Teams von bis zu 30 Mitarbeitern führen und selbst Lehrlinge ausbilden, sind dafür das beste Beispiel. Als Lehrling wächst man Schritt für Schritt in die Verantwortung hinein, Abwechslung steht dabei an der Tagesordnung. Während es im ersten Lehrjahr beispielsweise um die Backbox-Betreuung, den Kundenkontakt sowie das richtige Erscheinungsbild der Filiale geht, liegt der Fokus im darauffolgenden Jahr beim Kassieren. Im dritten und letzten Ausbildungsjahr steht die schrittweise Übertragung von Führungsverantwortung am Programm.

Katrin Sommer-Margreitner mit den Lehrlingen Emely De La Cruz Rosario und Ubeydullah Dogan Foto © Hofer

Sie arbeiten nun selbst als Lehrlingsausbildnerin – was ist Ihnen besonders wichtig?

Ich bilde derzeit zwei Lehrlinge aus. Neben der fachlichen und persönlichen Weiterentwicklung meiner jungen Mitarbeiter ist mir eine vertrauensvolle, offene und ehrliche Zusammenarbeit besonders wichtig. Und dass die Arbeit Spaß und Freude macht - das lebe ich auch als Führungskraft vor.

Müssen Lehrlinge heute das gleiche Rüstzeug mitbringen wie Sie damals?

Definitiv. Die Werte oder auch „Soft Skills“ haben sich nicht verändert. Pünktlichkeit, Ehrlichkeit und Freundlichkeit bilden nach wie vor die Basis für beruflichen Erfolg. Neben der Begeisterung für den Handel ist mir bei meinen Lehrlingen auch die Bereitschaft, im Team anzupacken, sehr wichtig.

Katrin Sommer-Margreitner mit den Lehrlingen Emely De La Cruz Rosario und Ubeydullah Dogan Foto © Hofer

Wie haben Sie die Coronazeit erlebt?

Jeder Tag hat neue Herausforderungen gebracht und war kaum planbar. Jedoch hat man in dieser schwierigen Zeit mehr denn je gesehen, wie gut unser Team zusammenhält. Jeder der 20 Mitarbeitenden hat sein Bestes gegeben. Wir sind in dieser Zeit über uns hinausgewachsen und haben Unglaubliches geschafft.

Merken Sie, dass die Kunden Sie heute nun mehr schätzen als zuvor. Gab es einen Imagewandel Ihres Berufsbildes?

Am Anfang der Coronazeit waren die Kunden sehr wertschätzend. Ich würde mir allerdings wünschen, dass das das ganze Jahr über so ist.

Was bräuchte es, Ihrer Meinung nach, um die Lehre allgemein noch attraktiver zu gestalten?

Bei Hofer werden die Lehrlinge als Fach- und Führungskräfte von morgen sehr wertgeschätzt, das spiegelt sich z.B. auch im überdurchschnittlich hohes Lehrlingsgehalt in der Höhe von 920 Euro im ersten Lehrjahr, 1220 Euro im zweiten und 1560 Euro im dritten Lehrjahr wider, ebenso wie im persönlichen Umgang untereinander. Um die Lehre zur/m Einzelhandelskauffrau/-mann allgemein attraktiver zu gestalten, ist die Wertschätzung der Kunden sehr wichtig.

Sind Sie für den Herbst gewappnet, sollten die Infektionszahlen wieder steigen?

Wir sind guter Dinge und für den Fall des Falles auch gewappnet. Wir denken positiv und hoffen auch auf die Eigenverantwortung unserer Kunden, beispielsweise in Bezug auf die Nutzung der Desinfektionsmöglichkeiten, die wir zur Verfügung stellen.