Sie referieren am 19. November beim Businessforum in Graz. Was können sich Führungskräfte von einer Teilnahme erwarten?
Martin Betschart: Ich will die Menschen dafür sensibilisieren, dass, um erfolgreich zu sein, nicht das Wissen, sondern das Tun zählt. Viele haben tolle Ideen, handeln aber nicht. Was hindert sie denn daran?
Ängste vielleicht?
Betschart: Sicher, es gibt Ängste, sein Gesicht oder seine Existenz zu verlieren. Das Denken erfolgreicher Menschen ist aber immer handlungsorientiert.
Der Titel Ihres Vortrages lautet ja auch "Handeln statt jammern – agieren statt reagieren". Lässt sich Erfolg denn auf den Merksatz "Carpe diem" reduzieren?
Betschart: Nein, Erfolg ist abhängig von der Grundeinstellung zum Leben. Wir haben 500 überdurchschnittlich erfolgreiche Menschen untersucht und sind auf fünf gemeinsame Punkte gestoßen: Sie sind stimmig und authentisch. Sie wissen, was sie wollen. Sie sind energetisch anders drauf. Sie kommunizieren wirkungsvoller und – das ist die Quintessenz: Sie treffen überaus schnelle Entscheidungen.
Was sagen Sie jemandem, der sein Leben mit "Das Pech klebt mir halt einfach an den Füßen" rechtfertigt?
Betschart: Der Mensch hat 50- bis 70.000 Gedanken pro Tag. Erfolglose neigen dazu, den Misserfolg zu begründen. Wenn das meine Grundeinstellung zum Leben ist, dann habe ich natürlich Recht und ziehe das Pech auch an. Viele sind halt lernresistent.
"Nicht Wissen, das Tun zählt"
Erfolgscoach Martin Betschart über den Nutzen einer Teilnahme am Businessforum in Graz und fünf Züge, die allen Erfolgreichen gemein sind.
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