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Streit um OrtstafelnFlorian Lipuš legt aus Protest Ehrenbürgerschaft zurück

Gemeinde Sittersdorf hat gegen Aufstellung von zweisprachigen Ortsbezeichnungstafeln in Sielach gestimmt. Autor Florian Lipuš gibt deshalb Ehrenbürgerschaft zurück.

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Florjan Lipuš legt aus Protest seine Ehrenbürgerschaft zurück © Sabine Hoffmann
 

"Ich will nicht Ehrenbürger einer Gemeinde sein, die vor der slowenischen Sprache und den Menschen, die sie sprechen, keine Hochachtung hat und es offensichtlich ist, dass Bürgermeister und Landtagsabgeordneter Jakob Strauß keine slowenische Aufschrifte wünscht.“ Mit dieser Stellungnahme meldete sich gestern Dichter und Schriftsteller Florjan Lipuš im Streit um zweisprachige Ortsbezeichnungstafeln in Sielach in der Gemeinde Sittersdorf zu Wort.

Rund zwei Drittel der Ortsbewohner von Sielach haben sich 2013 bei einer Befragung dafür ausgesprochen, zweisprachige Ortsbezeichnungstafeln aufzustellen. Es handelt sich dabei nicht um zweisprachige Ortstafeln, deren Errichtung ja gesetzlich geregelt ist, sondern um Schilder, die einzelne Orte in den Gemeinden benennen. Über deren Aufstellung entscheidet die jeweilige Kommune. In Sittersdorf ist diese Abstimmung negativ ausgegangen. Der Gemeinderat sprach sich im Dezember 2017 mit 14 zu fünf Stimmen gegen die geforderten Ortsbezeichnungstafeln aus.

Kommentare (2)

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erhardvallant
5
4
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Florjan Lipuš hat in allen Punkten Recht

Die sogenannte Ortstafellösung 2011 sollte den Gemeinden die Möglichkeit geben, weitere zweisprachige Ortschaften
aufzustellen. Sie war eine der zentralen Argumente für die Zustimmung der Volksgruppe. Eine völlig neue politische Rhetorik sprach von "Zusammenwachsen, Wertschätzung, Bereicherung und Sichtbarmachung der Zweisprachigkeit". Die bittere Realität ist heute, dass bisher nur eine einzige Gemeinde, nämlich St.Jakob im Rosental/ Šentjakob v Rožu davon Gebrauch gemacht hat. Die Gemeindevertretung Sittersdorf hat in beschämender Weise vorgeführt, wie man solche Anträge ins Leere laufen lässt ("Wir wollen keine neue Debatte!"). Es ist mehr als geistige Verarmung im Jahre 2018 in dem sich Kärnten als weltoffenes Land mit Aufbruchstimmung präsentieren möchte. Dass der Bürgermeister dieser Gemeinde zum Landtagsvizepräsidenten aufgestiegen ist. klingt wie ein schlechter Witz.

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wjs13
6
15
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ES gibt exakte, mit den Slowenen abgestimmte Richtlinien

für die Aufstellung zweisprachiger Ortstafeln. Daran hat sich auch Hr. Lipus zu halten.
Wenn eine Mehrheit gegen die Aufstellung dieser "freiwilligen" Ortstafeln ist, so ist das zu respektieren.

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