Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates der Stadtgemeinde Bleiburg/Pliberk wurden von zwanzig Tagesordnungspunkten 17 einstimmig beschlossen. „Die Ausgaben der Gemeinde sind nicht mehr zu decken“, sagt Bürgermeister Stefan Visotschnig (SPÖ). Den Ausgaben in der Höhe von 12.504.800 Euro stünden Erträge von 11.999.000 Euro gegenüber, was ein Minus von 505.700 Euro bedeute. „Im kommenden Jahr wird es noch ärger. Man wird die Gemeindearbeit neu denken müssen“, sagt er. Es gäbe zu viele Ausgaben, die die Gemeinde selbst nicht beeinflussen könne. „Der Gemeinde wird der gesamte Spielraum genommen, was der Wirtschaft und den Vereinen schadet“, so Visotschnig.
Werner Berg Museum 2025
Für besondere Härtefälle wurde für die Bestattung ein Sozialtarif beschlossen. Das Museum Werner Berg wird mit der neuen Ausstellung „Werner Berg - Alfred Hrdlicka“ auch den vor 50 Jahren ermordeten Schriftsteller, Filmregisseur und Dichter Paolo Pasolini vorstellen. „Das Museum wird bis zum 9. November geöffnet sein, weil der Todestag Pasolinis in diese Zeit fällt“, berichtet der Bürgermeister.
Beschlossen wurde auch eine Kategorisierung aller Gemeindestraßen und Wege sowie die Regulierung des Dreschlbaches in Einersdorf/Nonča vas, die mit 1,2 Millionen Euro veranschlagt ist. Die Gemeinde steuert 15 Prozent der Gesamtkosten zur Regulierung bei. Aus dem Kommunalinvestitionsprogramm des Bundes sind 350.000 Euro für die Erhaltung der Straßen in der Stadtgemeinde vorgesehen. Der Liefervertrag mit der Kelag wurde um drei Jahre verlängert, um bei den Stromkosten eine Planungssicherheit zu haben. Die Entscheidungen zu Umwidmungen konnten nicht einstimmig beschlossen werden.