Die FH Kärnten setzt an ihrem Standort in Villach einen neuen Schwerpunkt im Bereich der Halbleitertechnologie und Automatisierung. Am neu eröffneten Josef Ressel (JR) Zentrum soll in Kooperation mit der Infineon gezielt an Chip-Entwicklung gearbeitet werden.

Vereinfacht formuliert, soll sich die Forschung analogen Schaltungen annehmen und diese optimieren. So sollen etwa Sensoren in Smartphones, welche unsere Umgebung überprüfen – Kameras, Mikrofone oder Positionserkennungen – weiterentwickelt werden. Den Fokus setzt die FH, da Forschung im analogen Bereich im Vergleich zum digitalen noch sehr gering ist.

Das Team des neuen Zentrums an der FH Villach
© KK/FH Kärnten

Kooperation mit Infineon

Der Schwerpunkt erfolgt in Kooperation mit der Infineon, die Forschungsarbeit zielt darauf ab, den Entwicklungsprozess von analogen Schaltungen zu automatisieren und durch Simulation mit CAD-Tools zu optimieren. Hierfür werden etwa neun Forscher am Zentrum tätig sein und mit Software- und CAD-Tools arbeiten. "Das Zentrum wird die Art und Weise, wie diese analogen Schaltungen erstellt werden, revolutionieren, indem es den Ingenieuren hilft, ihre Arbeit zu optimieren und bessere Ergebnisse in kürzerer Zeit zu erzielen. Insgesamt wird dies zu mehr Innovation, sowie einer Verbesserung der Qualität und der Kosten bei der Herstellung elektronischer Produkte führen", führt JR-Zentrumsleiter Santiago Sondón aus. 

Das Institut wird vom Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW) gefördert. "Österreich ist im Bereich der Mikrochips einer der führenden Standorte in Europa, dadurch werden langfristig Arbeitsplätze gesichert und Wohlstand generiert. Durch die Automatisierung von Routineaufgaben wird Zeit für innovative Entwicklungsaufgaben frei. So wird dieses JR-Zentrum einen wichtigen Beitrag dazu leisten, die Qualität elektronischer Produkte zu verbessern und ihre Kosten zu senken", sagt Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher (ÖVP). Die Laufzeit der Förderung ist mit fünf Jahren begrenzt.