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Affäre WeidingerExperte Weber ortet "schwerwiegende Plagiate"

Plagiatsjäger Stefan Weber über die aktuellen Fälschungsvorwürfe gegen den Nationalratsabgeordneten Peter Weidinger, den Auftraggeber dahinter und weitere Politiker-Prüfungen.

Stefan Weber ist Plagiats-Gutachter aus Salzburg © Joachim Bergauer
 

Sie sind wiederholt in den Schlagzeilen, weil sie nach Christine Aschbacher nun auch in Peter Weidingers Abschlussarbeit Plagiatsfragmente entdeckt haben. Bevor wir darauf eingehen: Wer ist Ihr Auftraggeber?
Stefan Weber: Das kann ich Ihnen nicht sagen, weil ich bei Aufträgen eine Verschwiegenheitsklausel habe. Diese würde sogar die Frage betreffen, ob es ein Auftrag ist oder nicht. In diesem Fall ist geklärt, dass ich sagen darf, dass es eine Auftragsarbeit ist. Herr Weber schaut sich als Ein-Mann-Unternehmen nicht als Hobby alle Nationalratsabgeordneten an.

Kommentare (26)
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Guccighost
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das Denunzieren

ist und bleibt in Österreich Tradition.
Dirty Campaigning ist schon einmal schief gegangen.

Lepus52
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Die Omerta

funktioniert halt nicht überall und das ist gut so!

RonaldMessics
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Und am,..

...meisten denunzieren jene, die sich nur anonym ihre Meinung sagen trauen. Daher gehört anonymes Posten gesetzlich verboten.

Lepus52
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Hinter einer ehrlichen Arbeit steckt viel Arbeit,

Zeit, Nerven, Schweiß und der Lohn ist die Anerkennung durch einen akademischen Grad. Wer "stiehlt" und schummelt möchte diesen Preis nicht zahlen und soll die Anerkennung auch nicht bekommen? Der Bankräuber darf ja seine Beute auch nicht behalten und muß, wenn er erwischt wird, sogar ins Gefängnis.

rochuskobler
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Wer betreut die Plagiatoren?

..die Häufung derartiger Vorfälle wirft die Frage auf, wer betreut eigentlich die Plagiatoren, wer nimmt die sogenannten wissenschaftlichen Arbeiten ab und wer vergibt letztlich Bestnoten für Plagiate? Offensichtlich herrscht da an den Unis und FH totales Chaos, totale Überforderung oder feiert da gar die typisch österreichische Korruption fröhliche Urstände, um aus der Titelsucht der Österreicher Kapital zu schlagen.

Robinhood
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Akademischer Titel

Es ist ja in Österreich Tradition Titel zu verwenden und diese werden ja völlig überbewertet. Es gibt echte Sammler von Mag., DI, MSC, BSC udgl. Diese sagen überhaupt nichts aus über den Erfolg oder Misserfolg im Arbeitsleben, ja nicht einmal über die Qualifikation. Ich bin dafür, dass diese ganzen Titel nicht geführt werden, wie es eben international üblich ist und man erspart sich dadurch diese beschämenden Vorwürfe, die niemandem was bringen.

dude
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Akademischer Betrug ist wie jeder andere Betrug zu verurteilen!

Wenn das Aufdecken von Plagiaten heutzutage mit dieser Software so schnell und einfach geht, dann MUSS doch jede Universität und jedes Institut diese bei der Korrektur von wissenschaftlichen Arbeiten einsetzen! Im Sinne einer niveauvollen und qualitativ hochwertigen Wissenschaft! Diese Aufgabe darf nicht einem selbsternannten, privatwirtschaftlich orientierten "Plagiatsjäger" überlassen werden!
Andererseits sollte, wie bei anderen Betrügereien, eine Verjährungsfrist gelten! Ich halte nichts davon, mit der heutigen Technologie jahrzehntealte Arbeiten zu überprüfen.
#man könnte ja mit heutiger Video-Technologie das Wembley-Tor von 1966 doch aberkennen und Deutschland nach 55 Jahren nachträglich zum Weltmeister küren;
#man könnte mit ebendieser Technologie Maradonna bei der WM 1986 des Handspiels überführen, das Tor und den WM-Titel nach 35 Jahren aberkennen,
# man könnte die eingefrorenen Blutproben von Bernard Hinault oder Miguel Indurain auftauen und einer modernsten Analyse unterziehen; man wird verbotene Substanzen finden und könnte Ihnen beiden alle 5 Tour-de-France Siege aberkennen;
Bitte Verfehlungen aufzeigen und sofort verurteilen, aber nicht Jahrzehnte später und zu einer offensichtlichen Unzeit für den Täter! Dies ist zu vordergründig!

Lodengrün
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Finden Sie @dude

das Betrug eine Verjährungsfrist hat? Man war dankbar das Lance Amstrong überführt wurde. Er kam dann nicht mehr von einem anderen Stern. Das Wembley-Tor ist nachgewiesen, das mit Handspiel von Maradona hat auch jeder gesehen. Die Spiele können nicht wiederholt werden, der Ausgang selbst bei Aberkennung wäre unbekannt. Man hat bei Gewichthebern aberkannt und die Gewinnerliste korrigiert. Natürlich hat die plötzliche Goldmedaille keine Bedeutung mehr. Besser wäre es gewesen niemand hätte betrogen. Mit rigorosen Strafen, auch im Nachhinein wäre das bald erreicht.

dude
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Schwierige Frage, Lodengrün!

Ich würde grundsätzlich sagen, nein.
Aber mir geht es um Technologien, bei der Aufklärung. Wenn Sie das gute Beispiel Armstrong heranziehen. Der wurde "relativ" zeitnah zu seinen Taten überführt. Aber wenn ich mir z.B. jetzt 2021 Blutproben von den 1980ern ansehe, würde ich ALLES finden. Deshalb würde ich in diesem Fall sagen: "Diese Proben sollen im Gefrierfach verrotten! Davon will ich nichts mehr wissen!" Also doch irgendwie eine Art der Verjährung.
Beim Wissenschaftlichen sehe ich es ähnlich: Der jetzt nicht mehr so aktuelle Fall von der Frau Ex-Ministerin ist unverzeihlich! Zum einen hat sie's aktuell geschrieben, zum anderen hat sie's in einer Zeit geschrieben, in der eine Arbeitsministerin andere Sorgen hätte haben sollen, als Dissertationen zu schreiben und zum dritten waren die Ausführungen (die ich aus der Presse kenne) eine Beleidigung für jeden Mittelschüler! Rücktritt ist die mindeste Konsequenz!
Bei jahrzehntealten Arbeiten, deren Mangelhaftigkeit just zur Unzeit für den Verfasser hervorgekramt wird, würde ich auf "Verjährung" plädieren!

campanile
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Abstellen!

Das widerliche Abservieren von Gegnern mittels Plagiatsjägern gehört abgestellt. Kontrollen gehören sofort verschärft, nicht nachträglich. Ein nachträgliches Aberkennen egal welcher Titel würde ich abstellen. Wie tief muss man sinken, um zum "Plagiatsjäger" zu werden, da waren mir die Kopfgeldjäger noch sympathischer...

Lodengrün
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Wie bei Ibiza,

da wird auch Täter zum Opfer stilisiert. Wo leben Sie? Gehen sie zum Fleischer, der eigentlich Maurer ist? Zu einem Arzt, der eigentlich Fotograf ist? Gnadenlos gehören diese Schwindler und Betrüger an den Pranger gestellt. In der Politik, überall. Damit sich das aufhört und die ehrliche wissenschaftliche Arbeit wieder greift. Und sollte jemand sich mit einem Betrug in eine andere Gehaltsklasse gehoben haben dann gehört das auch finanziell geahndet. Und ich sage noch etwas. Es sollte mehr Plagiatsjäger geben die dieser Aufgabe breitflächig nachgehen. Ich brauchte meine Zeit für die Diplomarbeit, die Dissertation würde ich mir heute nicht mehr antun. Das ist Knochenarbeit. Eine Frau Anschober macht das im Ausland so mir nichts dir nichts.

dude
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Frau Anschober?

Hab ich was versäumt, lieber Lodengrün?

Lodengrün
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Danke @Dude

das ist das korrigierende Handy. Aber Sie und alle die Ihnen Beifall spenden wissen hoffentlich wen ich meine und werden mir vergeben.

Apulio
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Wer seine Magister/Doktorarbeit korrekt schreibt

dem kann auch der Experte Weber nichts anhaben, wer schwindelt und betrügt soll auffliegen, egal von welcher Partei oder wer der Auftraggeber ist.
Für Peter Weidinger gilt selbstverständlich die Unschuldsvermutung.

glashaus
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Merkwürdige Zufälle

es trifft fast immer Politiker die auffliegen. Können diese Herrschaften es nicht besser und kommen sie gerade deshalb in die Politik?

PiJo
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So sind die die es sich leisten können

Fritz fragt seinen Vater : Schreibt man" Lass mich oder lass mir arbeiten"
Vaters Antwort "Lass die andere arbeiten"

OE39
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Zweite Reihe

Vielleicht sollte er sich auch mal die "zweite Reihe "im Umfeld unseres Kanzlers vornehmen.

Balrog206
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Wer

Nachweislich bescheißt fliegt ! Buchmann ist ein schlechtes Beispiel dafür !

ronny999
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Wenn es die

SPÖ Villach war - muss sie sich fragen, warum der Bürgermeisterspitzenkanditat Albel verurteilter Straftäter ist - macht ein super Bild für die SPÖ - vom politischen Charakter ganz zu schweigen.

GordonKelz
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Unabhängig davon, dass Plagiate zu ...

verurteilen sind...Wer von der polit.Bühne in Villach hat wohl das größte Interesse einen
Herrn Weidinger los zu werden ?
Gordon Kelz

Expat
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Die selbe Frage könnte man auch beim Ibiza Video stellen.

Oder glaubt da wirklich jemand an Zufälle ?

joektn
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Auftraggeber

Also wieder ein politischer Schmutzkampf von einer anderen Partei... Silbersteinmethoden 2.0

Lodengrün
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Klar Silberstein

wenn einem sonst nichts einfällt. Weil wir gerade über Silberstein sprechen. War es nicht Kurz der im Flieger unbedingt neben besagten Silberstein sitzen wollte um anzuwanzen. Aber da ist er Experte. Da ging er gar mit Blümel in die Mucki Stube um bei Herrn Spindelegger anzudocken.

Lodengrün
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Wär

betrügt gehört bestraft, ungeachtet ob er nun eine politische Funktion oder in der Privatwirtschaft eine Führungsposition innehat. Was müssen die sich denken die sich redlich mit der Diplomarbeit oder Dissertation gemüht haben. Da lobe ich mir fast meinen Freund Kickl. Der hat nicht fertiggestellt, so etwas ist ihm nicht eingefallen. Natürlich tut das der ÖVP weh zu wissen dass ihr Mann sich da und dort aufgespielt hat und eigentlich dort gar nichts zu suchen hatte.

VH7F
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Und wenn,

Betrug bleibt Betrug. Schön, wenn man drauf kommt.

wjs13
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Habe Ihnen ein rotes Stricherl verpasst,

aber nicht weil ich dem nicht zustimmen könnte, sondern weil Ihre Sicht nur den halben Aspekt sieht.
Zum Betrug gehören immer 2, nämlich der Betrüger und der sich betrügen läßt, bzw aus welchen Motiven auch immer alle Augen, auch die Hühneraugen, zudrückt und da passiert gar nichts. Nur wenn, wie bei Bestechung die aktive und die passive Seite bestraft werden und die Sache auch für die Herren Professoren gefährlich wird, ist mit einem Ende dieser kriminellen Unsitte zu rechnen.