Wenn Fieber, Husten oder Schmerzen ausgerechnet an Feiertagen auftreten, wird die Arztsuche zur Herausforderung. Zu Ostern zeigt sich, dass der hausärztliche Bereitschaftsdienst im Raum Villach lückenhaft besetzt ist.

Manche Gemeinden drei Tage lang unbesetzt

Ein Blick in die Dienstpläne für Ostern zeigt deutliche Unterschiede. Im Bereich St. Jakob, Rosegg und Finkenstein sowie Afritz, Arriach und Treffen gibt es an allen drei Tagen keinen Bereitschaftsdienst. Patientinnen und Patienten in Bleiberg, Nötsch, Arnoldstein und im Drautal haben an jedem der drei Feiertage einen Arzt, den sie kontaktieren können. In Velden und Villach sind nur vereinzelt Ärzte verfügbar.

Sieben der 39 Kärntner Sprengel sind im Bezirk Villach. Bleibt ein Sprengel unbesetzt, kann der mobile Dienst des Arbeiter-Samariterbundes zum Einsatz kommen. Vermittelt wird dieser Dienst über den Ärztenotruf 141, wo man auch erfährt, welche anderen Ärztinnen und Ärzte Bereitschaftsdienst versehen. Zusätzlich steht die Erstversorgungsambulanz (EVA) im LKH Villach für Nicht-Notfälle bereit, bei akuten Notfällen gilt weiterhin der Notruf 144.

Kritik kommt von FPÖ-Gesundheitssprecher und zweiter Landtagspräsident Christoph Staudacher. Er sieht vor allem den ländlichen Raum erneut benachteiligt. Viele Sprengel seien über die Feiertage ohne ärztliche Versorgung. Staudacher wirft der Landespolitik vor, seit Jahren auf die Problematik hingewiesen worden zu sein, ohne nachhaltige Lösungen zu schaffen. Er fordert eine koordinierende Stelle und einen Pool an Ärzten, um Ausfälle künftig abzufedern.

Auch das Team Köfer kritisiert die Situation. „So kann und darf es nicht weitergehen. Diese eklatanten Engpässe gefährden die Versorgungssicherheit im ganzen Bundesland.“