Wie berichtet kommt das Lebenswerk des 2021 verstorbenen Fahrzeugsammlers Rudolf Pirker unter den Hammer. Im Rahmen einer groß angelegten Auktion werden alle 215 Oldtimer aus seinem Museum versteigert, darunter viele Exponate mit Seltenheitswert. Die Abwicklung übernimmt die Berliner Handelsplattform „Classic Trader“. Ab morgen, dem 3. März, werden erste Gebote entgegengenommen.
Ins Leben gerufen wurde die Auktion vom Villacher Autohändler Andreas Blazevic. Der 39-Jährige ist seit vielen Jahren in der Branche tätig und hat den Standort des Museums ausgewählt, um dort künftig Gebrauchtwagenhandel „Classic Cars“ zu betreiben. Unter den angebotenen Fahrzeugen finden sich viele Stücke aus den 1950er Jahren, vor allem Mopeds aus Italien und Österreich, aber auch historisch interessante Autos aus deutscher und italienischer Produktion. Zu den besonderen Exponaten zählen unter anderem ein Trabi im Auslieferungszustand, ein BMW Isetta, ein „Haflinger“, ein Messerschmitt-Kabinenroller sowie ein „Steyr Baby“ aus dem Jahr 1938.
Die Auktion erstreckt sich über dreizehn Tage, Mindestgebote gibt es nicht. In den ersten elf Tagen kann online geboten werden. Alle 215 Exponate werden auf der Webseite des Auktionshauses präsentiert. An den letzten beiden Tagen, am Wochenende des 14. und 15. März, findet die Versteigerung zusätzlich vor Ort im ehemaligen Fahrzeugmuseum statt. Michael Gross, Auktionsleiter bei „Classic Traders“, kündigt ein unterhaltsames Wochenende abseits einer „verstaubten Auktion“ an. Für die Teilnahme vor Ort in der Ferdinand Wedenig Straße in Villach ist eine Anmeldung über ein Online-Formular erforderlich.
Das Interesse ist bereits im Vorfeld groß. Noch vor dem offiziellen Start der Auktion gingen viele Anmeldungen ein. Es wird mit internationalem Publikum gerechnet. Der Gesamterlös wird auf rund eine halbe Million Euro geschätzt.